Rex - my love, mein Auslandshund
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Nix als Pappnasen ...

Es juckt mich zwar in den Fingern, aber ich werde heute nicht eingehen auf das Schönreden von Missständen, auf Euphemismen oder die mitunter schon fast bizarre Sucht nach Political Correctness, ebenso wenig wie auf die stets erhobenen Zeigefinger, die jeden, der nicht die gewünschte Meinung vertritt, sofort in gewisse Ecken schieben. Und auch nicht auf das rasche Ändern von Herkunftsquellen, wenn man denkt, dass der geteilte Inhalt dadurch an Wert gewinnt bzw. man selbst authentischer wirkt. (*g*)

Nein, die "Pappnasen" beziehen sich auf das, was ich gestern erlebte, los ging es schon um kurz nach drei in der Früh.

Ich war noch wach, lag im Bett und las, als F.s Wecker mit einem ersten zarten Ton mitteilte, dass er gleich zu schellen beginnen würde.

Ich weiß nicht, wie er das macht, aber - egal wie tief und fest er zu schlafen scheint - bereits bei diesem ersten Tönchen ist F. immer sofort da, zumindest ansatzweise. Er öffnete ein Auge und blinzelte mich verschlafen aus diesem an.

"Du Arschkoppgesicht ..."

"Hä...???"

 Er wiederholte den Ausdruck und begann zu kichern, erhob sich nun langsam und saß schließlich laut lachend auf der Bettkante.

"Was war das denn?"

"Keine Ahnung", sagte er, "das war eben das Erste, was mir einfiel beim Aufwachen."

Natürlich musste ich nun ebenfalls lachen, er verschwand immer noch gibbelnd in Richtung Treppe und ich fand grinsend endlich in einen zwar kurzen, aber doch tiefen Schlaf.

Beizeiten war ich wieder auf, denn ich wollte in die Stadt fahren, F.s Geburtstag steht demnächst an und es waren auch noch verschiedene andere Dinge zu besorgen, unter anderem eine neue Batterie für meine Funkarmbanduhr.

Die von euch, die schon lange hier mitlesen, werden sich entsinnen, was das letztes Jahr für ein Theater war mit dieser Uhr. Die Servicedame im Kaufhof war nicht in der Lage gewesen, die Uhr wieder ans Laufen zu bringen, und es benötigte dann mehrere Wochen und Fahrten in die Stadt, bis ich das gute Stück schließlich zurückbekam.

Hm, sollte ich es dort tatsächlich wieder versuchen? Besagte Dame saß auch jetzt noch auf ihrem Posten, erinnerte sich sofort an mich und teilte mir gleich mal mit, dass ich die Uhr aber für mindestens 20 Minuten bei ihr lassen müsse.

"Nein danke, dann lass ich das ...", nahm ihr das Teil wieder ab und verschwand. Wäre doch gelacht, wenn das nicht auch anderswo erledigt werden könnte.

Da war doch auch schon ein Schild - in einem Einkaufszentrum verkündete es, dass der Schnellschuster und Schlüsselmann sich berufen fühlte zum Batteriewechsel, also nichts wie hin.

"Oh, das ist teueres Uhr", meinte er, nahm ein kleines Werkzeug in die Hand, versuchte es anzusetzen, vergeblich. "Das ist gefährlich, ist teuer", also zog ich es auch hier vor, unverrichteter Dinge mit meiner Uhr zu verschwinden.

Ah, da war ja auch Karstadt ... die haben doch auch eine Uhrenabteilung. Siehe da, nicht nur das, sondern es gibt eine hübsch abgetrennte Serviceecke und die junge Frau, die dort saß, machte mir schon allein durch ihren Anblick und durch das, was ich beim Vorkunden mit anhörte, einen sehr kompetenten Eindruck.

Ruckzuck war die Batterie gewechselt, ich meine, günstiger als beim Kaufhof, und zusätzlich gab es eine Bonuskarte - nach zehn Wechseln gibt es einen umsonst.

Sie reichte mir die Uhr zurück, ich verwies darauf, dass die Zeiger ja nun auf 12 Uhr standen, ... "Warten Sie es ab, das kann ein wenig dauern."

Okay, also zog ich meiner Wege, teilweise leider erfolglos und nach etwa einer Stunde sprach ich noch einmal bei ihr vor, weil sich die Position der Zeiger immer noch nicht verändert hatte.

Und nun sagte sie mir etwas, das die "Fachfrau" vom letzten Jahr offenbar nicht weiß: "Funkuhren holen sich nicht ständig neue Signale, es kann sogar passieren, dass diese es erst heute Nach zwischen 2 und 3 tun wird, zum Hauptsignal."

Ja, verdammt noch mal, hätte mir man dies nicht auch im letzten Jahr schon so erklären können? Vermutlich wäre mir viel Ärger und einiges an Fahrgeld erspart geblieben. 

So viel zum Thema Uhr, die tatsächlich ab dem späten Nachmittag dann korrekt lief, aber wo wir schon mal beim Fahrgeld sind - als ich dann endlich die Heimreise antreten wollte, geschah etwas, das mich jetzt noch sehr, sehr ärgert.

Der Einfachheit halber kopiere ich mal die Mail hierher, die ich nach meiner Heimkehr sofort an die Verkehrsbetriebe schrieb:

 


"Sehr geehrte Damen und Herren,

noch immer bin ich fassungslos über das, was heute geschah.

Ich bestieg um 9:54 die Linie xxxxx, wurde vom Fahrer umgehend mit einem sehr jovialen und viel zu lauten "Guten Morgen!!!" begrüßt, antwortete selbst mit einem freundlichen "Hallo", seine Reaktion: "Oder eben hallo ..."
Ich sagte: "Na, Sie können auch gern beides haben, von daher also hallooo und guten Morgen!"
Gleichzeitig hielt ich ihm zwei 5-Euro-Scheine entgegen und noch bevor ich den Mund erneut öffnen konnte, meinte er schon: "Aha, ein Viererticket A also ..."
Ich bestätigte und er ließ mir zunächst das Wechselgeld heraus, nämlich 2 20-Cent-Stücke und noch während ich kontrollierte, ob das auch seine Richtigkeit habe, tippte er in auf seinem Maschinchen herum, das daraufhin mein Ticket ausspuckte.
Er überreichte es mir, ich stempelte, hatte dann Mühe mich in dem nun losfahrenden Bus zu halten, suchte mir also einen Sitzplatz und verstaute das Ticket, ohne einen weiteren Blick darauf zu werfen, in der kleinen Außentasche meines Rucksackes, um es für die Rückfahrt dann gleich griffbereit zu haben.

Um kurz nach zwölf war es dann so weit, ich bestieg die Linie xxxxx, um wieder nach xxxxx zurückzufahren.
Das Ticket hatte ich ja griffbereit, zeigte es dem Fahrer, er monierte, das sei das falsche, ich sagte: "Ups, entschuldigen Sie bitte, ich hatte nicht daran gedacht, dass ich in dieser Außentasche auch noch das Kurzstrecken-Viererticket von meinem letzten Besuch in xxxxx hatte. Moment ..."
Nun zog ich das vermeintlich richtige Ticket hervor, es musste richtig sein, denn ich wusste genau, dass sonst nichts weiter in dieser Außentasche war.
Ich stempelte, hielt es ihm dann vor die Nase, aber ... was war das? Er sah genauer hin, nahm es sogar in die Hand, meinte dann: "Nee, das ist auch das falsche, das ist doch ein Einzelticket."
Huch?
Eine Sekunde lang war ich verwirrt, wie konnte das denn sein, ich habe doch mein Lebtag noch nie ein Einzelticket gekauft, nehme immer die Viererkarten.
Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen und ich sagte zu diesem wirklich sehr freundlichen Fahrer: "Ihr Kollege hat mich heute Morgen beschissen!"
Zusammen vollzogen wir dann nach, dass es im Grunde für einen Fahrer  unmöglich ist, "versehentlich" das falsche Ticket herauszulassen, und dass es sich fast nur um eine betrügerische Absicht gehandelt haben kann.

Nun sitze ich da mit 9,60 Euro weniger in der Tasche, habe aber kein Ticket mehr für meine nächste Fahrt in die Stadt, die ich ja eigentlich schon bezahlt hatte.

Ärgerlich, oder wie würden Sie das empfinden?

Den ominösen Einzelfahrschein mit der doppelten Stempelung habe ich selbstverständlich hier und kann ihn Ihnen jederzeit vorlegen, auch wird Ihnen der Fahrer der Linie xxxxx den Vorfall sicher gern bestätigen, denn er war genauso "baff" wie ich.

Nun bin ich erst einmal gespannt, was Sie zu dem Ganzen sagen werden und wie Sie sich eine Entschädigung vorstellen, und verbleibe bis dahin

mit freundlichen Grüßen"

 

Tja, eine Antwort steht natürlich noch aus, aber ist schon heftig, was dieser Fahrer sich da geleistet hat, oder?

Der Nächste, der sich dann in die Gilde der Pappnasen einreihte, war Rex, denn er emfping mich sehr kleinlaut, als ich die Haustür aufschloss.

Ich war insgesamt nur zweieinhalb Stunden weg gewesen, an sich überhaupt kein Problem für ihn, aber diesmal hatte er die Zeit genutzt, um mal so richtig zu wüten. 

Hier das Ergebnis:

 

Er hatte die Fensterbank umdekoriert und teilweise gnadenlos abgeräumt, etliche Blumentöpfe heruntergerissen, so dass ich, bevor ich mich ans Mailen machte, erst mal Aufräum- und Eintopfungsarbeiten widmen durfte.

Nach seinem Rüffel war er so beeindruckt, dass er sich beim Gassigehen ungewöhnlcih brav verhielt, was allerdings nur so lange anhielt, bis uns - natürlich, wo schon? - auf der engen Passage vor dem Wasserturm ein junger Mann mit einem sehr großen hellbraunen Hund entgegenkam.

Ich überlegte kurz, zurückzugehen und in die kleine Sackgasse auszuweichen, aber ich war ziemlich kaputt von der Stadtrennerei und der Typ trottete so gemächlich vor sich hin, dass ich ewig in meinem Versteck hätte warten müssen, also wählte ich den Weg nach vorn.

Beide Hunde spannten sich zusehends an, aber noch herrschte Ruhe und schon von Weitem rief ich: "Passen Sie auf, meiner fängt sicher gleich an zu toben", und so war es dann auch. Kaum hatte er seinen Hund etwas enger genommen, ging es los, beide gleichzeitig, wie auf Kommando.

Für das, was ich dann mitbekam, ist "Pappnase" ein zu freundlicher Ausdruck, denn der Typ zog seinem Hund ordentlich mit der Leine eins drüber. Leider konnte ich mich da nicht einmischen, denn ich hatte ja genug mit Rex zu tun, der sich aber tatsächlich recht schnell beruhigen ließ, nur bis dahin waren Mann und Hund schon um die nächste Kurve verschwunden.

Der Rest des Tages verlief so, wie er es sollte, allerdings ging es dann gleich heute Morgen wieder los: Um viertel nach sechs stand Bubi auf einmal an meinem Bett. Zwar ließ er sich nach einigen Minuten der Auseinandersetzung wieder nach unten verscheuchen, aber es war klar, dass es keinen Sinn hätte, sich noch mal hinzulegen, er würde nun keine Ruhe mehr geben.

Na ja, was soll's ... ich hatte für heute geplant, draußen einen riesigen Schritt weiterzukommen, und je eher ich anfinge, umso mehr würde ich schaffen.

Doch Pustekuchen, Petrus sieht das völlig anders als ich, denn es regnet. 

Ob nun er die Pappnase ist, weil er das falsche Wetter schickt, oder doch eher ich, weil ich den Wetterbericht nicht aufmerksam gelesen habe, will ich mal dahingestellt sein lassen, auf jeden Fall habe ich nun meine Pläne geändert, werde heute statt morgen einkaufen gehen und mich dann der Reinigung der Räume widmen, die ein wenig darunter zu leiden haben, dass ich so viel draußen beschäftigt bin.

Mal sehen, was der Tag mir so bringen wird - es kann ja eigentlich nur besser werden als gestern, oder? :-)

 

... und vielleicht sollte ich daran denken, die Rolläden runterzulassen, bevor ich gleich das Haus verlasse. *g*

 

 


 

27.8.15 08:56
 


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