Rex - my love, mein Auslandshund
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Konventionen, Dresscodes, Leichtsinn, Abschiedsschmerz

So vielfältig sind zurzeit die Themen, die mich umtreiben, der Kalender rückt unerbittlich vorwärts und ich plane, organisiere, arbeite mich Punkt für Punkt durch die alltäglichen Dinge und die, die für die anstehenden "Events" erledigt sein müssen, damit diese, zumindest soweit das in meiner Macht steht, reibungslos über die Bühne gehen können.

Vor einigen Minuten tippte ich den Satz "Normalerweise sind mir Kleidervorschriften ziemlich wurscht", doch während ich nun Bubis Haufen im Garten einsammelte, kam ich darüber ins Grübeln.

Als typisches Kind meiner Generation lehnte ich viele Konventionen als spießig ab, fühlte mich oftmals zu Protesthaltungen berufen, im Grunde ebenfalls eine Konvention, nur eben von der anderen Seite her.

Inzwischen hat sich aber vieles verändert.  Die Welt, unser Land, meine Stadt, die Sprache, Sitten und Gebräuche ... alles ist nun sehr "bunt" und so sehr ich in meiner Jugend auch manch Althergebrachtes ablehnte, so sehr vermisse ich nun doch das sichere Gefühl, das mir eben dies vermittelte.

Ich denke, uns Säugetieren ist eines ein Urbedürfnis, nämlich Verbände zu bilden. Die Menschheit vermehrte sich seit Anbeginn und bald reichten Familienverbände nicht mehr aus, es mussten neue Gruppenmerkmale her, ob man nun Schweine oder Ziegen züchtete (Tal- und Bergregionen), Religionen und Ideologien erfand, alles diente dazu, mit anderen eine Einheit zu bilden, sich in ihr sicher zu fühlen und gleichzeitig von anderen abzugrenzen.

Nun werden mir rot-grüne Ideologen an den Kopf werfen, eben dies müsse ja überwunden werden, die ganze Menschheit solle sich als eine Einheit fühlen, aber genau da liegt der Knackpunkt, denn so funktionieren unsere Gehirne nicht, wir haben das Bedürfnis nach einigermaßen überschaubaren Verbänden, nicht nach einem riesengroßen Einheitsbrei, in dem alle Eigenheiten untergehen.

Helmut Schmidt, der in meinen Augen trotz seine hohen Alters immer noch einer der klügsten Köpfe unseres Landes ist, sagte neulich in einer Talkshow auf die Frage, wie es um die Menschheit stünde, nur eines, nämlich: schlecht! Und brachte sofort Zahlen, die ungeheuere Geschwindigkeit, mit der wir uns vermehren, für mich das Hauptproblem unserer Zeit.

Ich kann das dümmliche Gelabere von aalglatten Berufspolitikern nicht mehr hören, dass es Berechnungen gäbe, nach denen es durchaus möglich wäre, auch noch ein paar Milliarden mehr Menschen satt zu bekommen, man müsse nur dies und jenes verändern.

Hallo? All diese Bäuche wollen nicht nur mit Butterbroten gefüllt werden, sondern man scheint dabei völlig zu übersehen, dass für die Produktion eben dieser Butterbrote ungeheure Mengen an Wasser notwendig sind, mal ganz abgesehen von gnadenloser Abholzung, Bodenverödung und immer weiter steigendem Energieverbrauch.

Wir rennen sehenden Auges auf eine immense Umwelt- und menschliche Katastrophe zu und ich befürchte, das, was der IS gerade vormacht, wird in einigen Jahrzehnten an der Tagesordnung sein. Es bilden sich neue Gruppierungen, man schlägt sich immer mehr gegenseitig die Köpfe ein und es wird verdammt wenig nützen, wenn man, so wie dies bei uns hier gerade geschieht, fast zwanghaft versucht, die Bürger zum "Gutmenschentum" zu bekehren.

Ich könnte nun noch eine Menge schreiben über die Geschichte von Hochkulturen, deren Zersetzung durch Völkerwanderungen, über rechte Keulen, die ein so bequemes Mittel sind, die Leute am Äußern eigener Gedanken zu hindern, über wachsende Bevormundung und Entmüdigung und über die, die von allem profitieren, aber ... hihi, ich merke, das sprengt nun wirklich den Rahmen eines Hundeblogs und eigentlich wollte ich auch nur darauf hinaus, dass ich mir mehr Gedanken mache über passende Kleidung für die anstehenden Feierlichkeiten, als ich das in alten Zeiten gemacht hätte. 

Es ist mir wichtiger als früher, mich auch optisch zu einer Gruppe zugehörig fühlen zu können, für mich eindeutig ein Indiz für mein wachsendes Gefühl der Unsicherheit (wobei ich natürlich aber bei der Beisetzung meiner Mutter auch gern das tragen möchte, was ihr gefallen hätte).

Und beim Punkte Sicherheit kommt nun auch endlich Rex ins Spiel. Ja, er hilft mir deutlich - was noch bei Püppi zweitrangig war, hat bei ihm sehr an Gewicht bekommen, nämlich dass ich mich deutlich wohler fühle, wenn er im Haus ist oder wenn ich mit ihm unterwegs bin. Würde mir jemand einen Schaden zufügen wollen, er würde ihn seine Zähne spüren lassen, da bin ich mir sicher und schon jetzt graust mir vor dem kommenden Mittwoch, wenn wir ihn im Hundehotel abliefern müssen.

Auch F. verzog gestern Abend fast weinerlich sein Gesicht und jammerte, er dürfe noch gar nicht darüber nachdenken, so weh täte ihm das ...

So, und nun läuft mir die Zeit davon, habe heute noch sooo viel zu erledigen, werde also an dieser Stelle schließen für heute.

Auf den Leichtsinn aus der Überschrift komme ich dann morgen zu sprechen, wenn ich es vor lauter Chaos nicht vergesse. ;-)

7.5.15 09:49
 


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