Rex - my love, mein Auslandshund
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Schön war's, lustig und teilweise auch ein bissl chaotisch, ...

... unser Osterfest.

Pünktlich kam meine Freundin, W., am Sonntagmittag hier an und wie nicht anders zu erwarten war die Begrüßung durch Rex äußerst stürmisch, aber zum Glück kennt sie da keine Angst, im Gegenteil, die beiden lieben sich heiß und innig.

Nach Kaffee und Kuchen zogen wir drei gleich los zu einem ersten gemeinsamen Gassigang, W. gelüstete es, sofort die Leine zu übernehmen und ich ließ ihr natürlich gern ihren Willen, zumal Fortuna uns sehr günstig gestimmt war - wir blieben weitgehend davon verschont, auf andere Hunde zu treffen und Rex gebärdete sich fast wie ein Lämmchen an seinem Ende der Strippe, was meine Freundin zu wahren Begeisterungsausbrüchen veranlasste ... nee, was habe sich dieser Hund doch verändert.

Gut, dass sie noch nicht wusste, wie es am nächsten Tag laufen sollte. *grins*

Irgendwie standen die Sterne an diesem nämlich ungüstiger, es waren Hunde in Scharen unterwegs, Bubi entwickelte sich vom Paulus zum Saulus, führte sich auf wie ein wild gewordener Handfeger. ließ sich kaum bändigen und bald zog W. es dann doch vor, die Leine lieber mir zu überlassen.

Abends schauten wir den Film "Marley und ich" an - ich schrieb hier ja schon öfter darüber, welche Parallelen ich da zu Rex sehe - und hatten unsere helle Freude dabei, uns innerlich allerdings schon wappnend für den kommenden Tag, für den sich ja die Heizungsfirma angekündigt hatte, und das ausgerechnet für 13 Uhr.

Diesem "Diktat" folgend tischte ich bereits um zwölfe das Mittagessen auf, dann hieß es Warten und natürlich kam der Monteur erst um kurz vor zwei.

Wir versorgten uns mit Getränkevorrat und igelten uns dann im Zimmer ein, W., Rex und ich, wobei W ein wenig Panik schob, weil ja das Wasser abgestellt und das Klo damit unbenutzbar werden würde. Aber keine Sorge, es ging alles gut. :-)

Kurz darauf rief F. mich dann auch noch zum Ort des Geschehens, so dass W. Bubi allein im Zimmer halten musste, gar nicht so einfach für sie, weil er sehr stark nach mir quengelte und ständig versuchte auszubüxen.

Hammer, was der Monteur feststellte: In der Umwälzpumpe der Heizung befanden sich Steine und er war ziemlich ratlos, wie die da hineingekommen sein könnten.

"Tja", sagte ich, "vermutlich hat ihr Kollege die, die er uns aus der Wand gekloppt hat, direkt dort hineingesteckt, weil er nicht wusste, wohin sonst damit ..."

Jedenfalls machte ich ihm ziemlich deutlich klar, dass uns auf keinen Fall eine Schuld treffen könne und dass das Gerät von Anfang an seltsam klang, aber wir halt davon ausgingen, neue Maschine, neue Töne ...

So lief das Ganze dann doch noch auf einen Garantiefall hinaus, auch wenn die Pumpe nun nicht ausgetauscht, sondern nur von ihrem Ballast befreit wurde.

Nun kommt mir Dödel gerade in den Kopf, dass ich vor lauter Gedanken rund um den Besuch ganz übersehen habe, den Monteuer darauf anzusprechen, dass die Pumpe ja womöglich durch diese Steine eine Macke haben könnte. Abwarten, hoffentlich kommt da nicht noch mehr auf uns zu.

Ganz spaßig wurde es, als F. mit dem Monteur ins Wohnzimmer an den Raumthermostat musste. W. und ich kriegten es sogar zu zweit kaum gebacken, Rex am Halsband zu halten, so wüst führte er sich auf, hatte ungeheure Lust, den fremden Mann ordnungsgemäß mit einer wilden Jumptime zu begrüßen.

Mit diesem Termin war der Tag natürlich für Aktivitäten, die man sonst so mit Besuch zu machen pflegt, fast unbrauchbar geworden, trotzdem entschlossen wir uns aber gegen vier noch zu einem kleinen Ausflug.

Wir fuhren zu einer örtlichen Freizeitattraktion, wollten dort einen Turm besteigen, deshalb musste Rex das Haus hüten. Ich ließ die Rolländen herunter und übergab ihm seinen gefüllten Snackball, so war er für die paar Stunden gut versorgt und wir konnten unseren kleinen Trip genießen, d.h. fast hätten wir dies ohne jede Trübung gekonnt, wenn dann nicht auch dort etwas Seltsames geschehen wäre.

F. hatte uns bis an den Fuß der Treppen begleitet, zog es dann aber vor, zu kneifen und sich die vielen, vielen Stufen zu ersparen, so dass W. und ich uns allein an den Aufstieg machten. Doch noch bevor wir den ersten Fuß auf die Treppe setzen konnten, stürmte ein junger Mann an uns vorbei, nobel gekleidet und in aalglattem Reiseführerton verkündete er im Vorbeisausen lautstark: "Herzlich willkommen bei der Luftaufsicht der Bundeswehr ..."

Hm, komisch kam mir das schon vor, aber ich machte mir keine großen Gedanken darüber, zumal der Typ eh sofort nach oben entschwand.

Unterwegs trafen wir zwei-, dreimal auf hinabsteigende Menschen, was uns willkommene kleine Verschnaufpausen verschaffte, da wir diese ja durchlassen mussten, aber als wir oben ankamen, waren wir dort allein, allein bis auf eben diesen jungen Mann.

Sofort begann er wieder zu reden, erzählte irgendetwas von Spezialausbildung bei der Luftlandetruppe und während W. sich Gedanken machte, dass sie immer von solch unpassenden Typen angebaggert würde, wurde es mir nun langsam mulmig.

Zu gern hätte ich die phantastische Aussicht dort oben ausgiebig genossen und W. erklärt, was genau wir alles sahen, stattdessen flüsterte ich ihr aber zu: "Lass uns gehen, der ist mir nicht geheuer, irgendwie muss ich an den Copiloten denken ..."

Wenn man das nicht miterlebt hat, mag es merkwürdig klingen, aber ich bilde mir mal ein, eine recht gute Menschenkenntnis zu haben, und es ist mir vielleicht drei- oder viermal im Leben passiert, dass ich bei jemandem das Gefühl hatte, der könnte jederzeit "umkippen", also im Sinne von Durchdrehen oder Amoklaufen.

Einer davon griff später seine Frau mit einem Messer an, es kann also nicht schaden, wenn ich diesem Gefühl nachgebe, wenn es denn auftritt, und für Abstand zwischen mir, meinen Lieben und eben solchen Personen sorge.

Und auch diesmal sollte ich Recht behalten, indem die Situation nämlich einige Minuten später tatsächlich leicht hätte eskalieren können.

W. hatte oben zum Glück gleich verstanden, was ich ihr sagen wollte, auch wenn ich mich ihr nur flüsternd und möglichst unauffällig mitgeteilt hatte, und so machten wir uns zügig an den Abstieg. Unten traf es sich dann ganz gut, dass F. verschwunden war. Wir begannen zunächst einmal im näheren Umfeld unter dem Turm nach ihm zu suchen und befanden uns gerade in einer etwas abgeschiedeneren Ecke, als es unvermittelt sehr laut wurde.

Der Typ ... er war nun ebenfalls unten angekommen und schrie auf einmal völlig unkontrolliert und zornerfüllt herum: "Scheißladen!!!! Bundeswehr, ha!!!!! Schmeißen mich raus und wollen gut organisiert sein!!! Euch werd ich's zeigen, euch allen!!!"

So ging das weiter, er brüllte wieder etwas von Luftaufsicht, steigerte sich immer weiter in seine Wut hinein.

Wie gesagt befanden wir uns zum Glück in diesem dunklen Winkel, angst und bange wurde es mir allerdings, als ich sah, dass ausgerechnet von dem Steg her, über den der Mann immer weiter brüllend davonwetzte, sich eine Frau mit vier kleineren Kindern näherte. Aber es ging alles gut, gemeinsam bemühten wir uns, die Kinder zu beruhigen, irgendwann fand ich dann auch F. wieder und wir wanderten noch eine Weile über das verschachtelte Gelände, wenn mir auch das leicht mulmige Gefühl blieb, denn dieser Typ hätte ja jederzeit noch einmal auftauchen können.

Tja, und ruckzuck war dann der Mittwoch gekommen, der Abreisetag. Viel zu kurz war es, aber trotzdem eine wunderschöne Zeit. Wir haben sehr viel gelacht und freuen uns nun alle schon auf den nächsten Besuch, besonders Rex, der immer schon weiß, dass W. ihm Leckerlis mitbringt. Als ich allein von der Bushaltestelle zurückkehrte, suchte er sie zunächst einmal, dann aber zog er es doch vor, sich zu freuen, dass immerhin ich doch gleich wieder zurückgekehrt war. ;-)
9.4.15 11:32
 


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