Rex - my love, mein Auslandshund
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Eine wirkliche Achterbahn der Gefühle ...

tobt sich seit gestern Abend in mir aus, seit ich die Nachricht bekam, dass Queen vermittelt ist, und zwar an ein Ehepaar in Hamburg.

Letzte Woche wurde sie ausgeflogen und der Gutmensch in mir brach spontan in große Freude aus, war glücklich, dass sie es nun auch geschafft hat und hoffentlich in ein gutes und liebevolles Zuhause gekommen ist.

Dann allerdings meldete sich das kleine egoistische Biest in mir zu Wort, ich fühlte, wie es dem Gutmenschen regelrecht "ein aufn Kopp kloppte", wie es versuchte, die Freude zu dämpfen, und leise sagte: "Öy, Queen war meine, die wäre der absolute Seelenhund geworden, du bist selber schuld, also ärgere dich gefälligst oder sei zumindest traurig ..."

Tja, zwei Seelen wohnen nun ach in meiner Brust, besser als Goethe es ausdrückt, kann ich es eigentlich nicht sagen, auf der einen Seite ist da einfach nur Freude, auf der anderen bin ich wirklich traurig, denn ich bin mir nach wie vor sicher, dass ich mit Queen charakterlich eine Püppi Nr. 2 erlebt hätte - ihre Augen verrieten mir das auf etlichen Bildern und was ich über sie hörte, bestätigte diesen Eindruck.

Die Diskussion darüber, sie doch beide zu nehmen, war ja bei uns nie ganz eingeschlafen und seit Lilly gegenüber einzog, wurde sie erneut akut und wir redeten uns immer wieder die Köpfe heiß.

Im Grunde ist es gut, dass das nun endgültig vorbei ist, denn in der Tiefe meines Herzens weiß ich, dass es ein Fehler gewesen wäre, sie beide zu nehmen. 

Ich war ja von Anfang an in das Mädel verliebt, ein Blick in ihre warmen Augen hatte gereicht, genau wie ich bei denen von Rex ja gleich ahnte, was mich da erwarten würde, wenn auch nicht in vollem Ausmaß, denn sonst hätte ich mich F. gegenüber sicher durchgesetzt und es wäre Queen statt Rex geworden.

Was mich da genau bewog nachzugeben, hm, ich weiß es nicht, irgendwie lullte ich mich selber ein, sagte mir, dieses Gefühl müsse sich nicht bewahrheiten, und vermutlich gaben seine große optische Ähnlichkeit mit Püppi und dass Bailey ein Weibchen ist, den Ausschlag dafür, dass ich mich gegen besseres Wissen breitschlagen ließ.

Sie hätte meinem Wesen, meiner Vorstellung vom idealen Hund sicher mehr entsprochen und ich bin mir sicher, sie hätte es mir vom ersten Moment an leicht gemacht, sie vorbehaltlos zu lieben, während meine Gefühle Rex gegenüber ja immer noch kräftig und in alle Richtungen hin und her schwanken. 

Es gibt Momente, wo es mich warm durchströmt, aber es gibt auch die, in denen ich ihn an die Wand klatschen könnte, in denen ich unsere Entscheidung bereue, besonders beim Gassigehen kommt das vor, das ja alles andere als eine Entspannungsübung ist.

Auch wenn er sehr viel ruhiger geworden ist, wohnt in Rex halt immer noch dieser unbändige, wilde Charakter, der meinem eigenen Bedürfnis nach körperlicher Nähe immer wieder im Wege steht.

Überkommt mich selbst die Lust, zu schmusen, ihn zu streicheln, dann unterdrücke ich sie meist, denn sonst geht sofort die Kleine-Finger/ganze-Hand-Geschichte los - er wertet jede Annäherung als Aufforderung, wild zu werden, und dann ist er nur schwer wieder zur Ruhe zu kriegen.

Wir haben ja große Fortschritte gemacht, aber das Gefühl einer Seelenverwandtschaft, wie ich es mit Püppi erlebte, lässt weiter auf sich warten, aber was erwarte ich auch nach nur viereinhalb Monaten mit so einem Rabauken?

Es braucht einfach noch viel Zeit und Geduld und wer weiß, vielleicht werde ich eines Tages überrascht sein, weil ich auf einmal feststelle, es ist ja längst da, dieses Gefühl ...

 

Nein, es ist gut, dass die Grübeleien ein Ende haben, Queen ist vermittelt und ich sollte mich einfach nur für sie freuen.

Ich denke, für Rex wäre es auch gar nicht gut gewesen, mit einem Zweithund zusammenzuleben, d.h. aus seiner Sicht natürlich schon, denn er hätte mächtig Spaß gehabt, seine Freundin behalten zu dürfen, aber ... da er sowieso ein sehr eigenständiges Wesen hat, hätte sich für ihn gar nicht die Notwenigkeit ergeben, sich seinen Menschen näher anzuschließen, wir wären vermutlich so etwas wie Dosenöffner geworden, alle anderen Bedürfnisse hätte er mit Queen ausleben können und mit seiner Erziehung wäre es noch wesentlich schwieriger geworden, als es das ohnehin schon war und ist.

Von daher kann ich nun endlich einen Strich ziehen und aufhören mit diesem ewigen Gedanken: Hätte ... hätte ... wenn ... aber ...

Nun ist es, wie es ist, und damit basta! (Das muss ich nur dem kleinen Biest in mir auch noch klarmachen.) :-)

 

8.8.14 08:11
 


bisher 6 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Magdalena / Website (8.8.14 09:54)
Guten Morgen,
Jaja, wer kennt sie nicht, diese "hättis" im Leben.
Ich kann so gut nachvollziehen, was du schreibst. Im Prinzip hast du ja die richtige Schlussfolgerung gezogen und dir selbst gesagt, es ist so, wie es ist und es ist gut so jetzt. Es sollte so sein, und alles hat seinen Grund, wenn wir es auch oft sehr viel später, manchmal sogar nie erfahren. Ich kann dir versprechen, dass du keine Püppi2 bekommen hättest und es ist gut für Queen, dass sie diesem ständigen verglichen werden bei euch/dir nicht ausgesetzt ist. Man macht so etwas zwangsläufig und neigt dann dazu, schnell unfair zu werden oder vorschnell etwas in einen Hundecharakter hineinzuinterpretieren. Ich habe nun Hunde 4&5 und auch mir passiert es manchmal, dass ich versuche, Vergleiche zu ziehen, Ähnlichkeiten meine erkennen zu können usw... und ganz ehrlich, das hat noch nie etwas gebracht. Deine Püppi war ein einzigartiger Hund, das ist Rex aber auch! Ihr wart, wenn ich das richtig interpretiere so etwas wie "Seelenverwandte". So einen Hund hatte ich auch mal. Es war mir fast unheimlich, wie er meine Gedanken lesen konnte. Kein anderer Hund hat das je wieder erreicht und er ist und bleibt wahrscheinlich mein absoluter Liebling. War halt ein Ausnahmehund. Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass Hunde mit zunehmendem Alter, bzw. je länger sie mit uns zusammen sind, immer besser auf uns eingehen, uns verstehen. Das liegt daran, dass sie jeden Tag lernen unsere Mimik zu lesen und unser Verhalten "abzuscannen". Also gib deinem Rex die Chance dich in- und auswendig kennenzulernen. Und mal ehrlich: Oft sind es doch die "Nicht-so-ganz-Vollkommenen", die uns überraschen und erstaunliches Potential entwickeln. Freu dich für Quenn, amüsiere dich über Rex, überschütte ihn mit Liebe und hab Geduld. Und deine Püppi wirst du sowieso nie vergessen. Ich grüße dich ganz herzlich und wünsche ein schönes Wochenende.


rex-my-love (8.8.14 10:31)
Liebe Magdalena
ja, da sprichst du mir völlig aus der Seele, so etwas wie Püppi bekomme ich sicher kein zweites Mal, aber ich hatte das wohl auch etwas unglücklich ausgedrückt.
Mir ist schon klar, dass jeder Hund seinen eigenen Charakter hat und auch das Recht, als eigenständige Persönlichkeit wahrgenommen zu werden.
Mit Püppi Nr. 2 meinte ich eher das Liebe, Anschmiegsame und Unterordnungsbereite, das Sissi an sich hatte und das wohl auch Queen ausmacht, so wie ihre Augen das sagen und wie sie mir beschrieben wurde.
Die Gefahr des Vergleichens war allerdings wohl bei Rex größer, weil er Püppi ja optisch fast zum Verwechseln ähnlich sieht ... und womöglich war sie ja auch tatsächlich seine Ururgroßmutter. ;-)
Und ich denke, dass man vergleicht, ist auch völlig normal und nichts Schlimmes, solange man dabei nicht wertet und seine Gefühle davon leiten lässt.
(Der Text geht in einem zweiten Kommentar weiter, war wohl zu lang und wird so nicht angenommen.)


rex-my-love (8.8.14 10:33)
Ich ziehe meine Erfahrungen mit Püppken halt gern heran, überlege, wie hätte sie sich auf dieses oder jenes hin verhalten und inwieweit lässt sich das auch auf Rex anwenden.
Ich muss mit ihm ja völlig anders umgehen als mit meinem Mädel damals und klar, ich vergleiche ständig, was klappte bei ihr, was bei ihm ebenfalls oder ...eben auch nicht.
Mit der Dauer des Zusammenlebens hast du absolut recht, natürlich entwickelte sich das Verhältnis zwischen Püppi und mir auch über viele Jahre und genau diese Zeit muss und will ich Rex auch geben.
Und ... lach ... mit dem erstaunlichen Potential hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Rex ist ein Rohdiamant und ich habe wohl noch nie miterlebt, wie ein Hund sich in so kurzer Zeit derartig veränderte, sich anpasste, lernte ..., wobei ich mir allerdings auch noch nie mit einem Hund derart viel Mühe geben musste und noch nie so an meine Grenzen stieß wie bei ihm.
Der Bursche war und ist eine ständige Herausforderung und natürlich macht es riesigen Spaß, wenn man dann solche Erfolge verzeichnen kann, wie ich sie immer wieder erlebe mit ihm.
Was für Hunde hast du denn und bekamst du sie schon als Welpen oder hattest du ähnliche Erlebnisse wie ich?
Herzliche Grüße zurück und auch dir ein schönes Wochenende!


Magdalena / Website (11.8.14 10:39)
Also ich habe im Moment Hunde 4&5. Ein Irish Setter Mädchen (Ronja). Sie habe ich schon seit dem Welpenalter und seit 4 Monaten habe ich noch Armani, ein English Setter. Ich wollte Ronja einen Zweithund zur Seite stellen. Sie selbst kam auch zu uns, als wir bereits einen Hund hatten. Einen Welpen wollte ich dem "alten Mädchen" aber nicht mehr zumuten, und mir ehrlich gesagt auch nicht. Armani fand ich über "Hundepfoten in Not". Er ist 7 Jahre alt und wurde aus einem Messie Haus in Nordspanien mit weiteren 36 Hunden gerettet. Eine gschundene und misshandelte Kreatur. Ein Angsthase hoch drei, aber ich verliebte mich sofort in ihn. Habe ihn mit dem Flugzeug in Bilbao abgeholt und wir sind so froh, dass wir uns "getraut"haben. Bisher waren all unsere Hunde Welpen, die "mitliefen" und mehr oder weniger völlig problemlos erwachsen wurden. Ein 7 jähriger Hund mit "Vorgeschichte" ist da wirklich ein ganz anderes Kaliber. Aber wir arbeiten an seiner Angst. Mit Hilfe eine Hundetrainers haben wir in kurzer Zeit schon sehr gute Fortschritte gemacht. Es lohnt sich wirklich dranzubleiben, auch wenn es sehr anstrengend ist und ich manchmal nicht weiss, wo ich abends noch die Kraft für 2 Stunden intensives Hundetraining herholen soll...
Wichtig ist, das habe ich mittlerweile verinnerlicht, dass der Hund eine gute Bindung zu dir aufbaut und dich einfach als "Chef" akzeptiert. Erst dann wird er einfach tun, was du von ihm willst, weil er die Erfahrung gemacht hat, das DU diejenige bist, die genau weiß "wie der Hase läuft" und er sich sozusagen entspannt zurücklehen kann und dich "machen lässt". Sehr vereinfacht formuliert, aber ich denke,das trifft das Thema auf den Punkt. Ich wünsche euch gute Erfolge und-hey.... gebt euch einfach genug Zeit


rex-my-love (11.8.14 11:04)
Da haben wir ja wirklich viel gemeinsam, Magdalena, denn auch ich habe ja meine (ersten wirklichen) Hundeerfahrungen mit einem Setter hinter mir durch den Hund meiner Schwiegermutter, der täglich auch bei mir in der Wohnung war. Ein bildschöner Rüde war Rusty, nur leider völlig unerzogen.
Und dass du Armani selbst in Spanien abgeholt hast, wow, da hatte ich es ja wesentlich einfacher, indem ich einfach nur ein paar km zum Flughafen fahren musste. Rex ist ja eindeutig auch misshandelt worden und man kann nur froh sein, dass alle beide nun ein Zuhause gefunden haben, wo es ihnen gut geht und wo man sich Mühe mit ihnen gibt, die guten Seiten herauszukitzeln.
Nicht wahr, das ist eine echte Aufgabe, sich einem so verstörten Tier zu widmen, und es ist sooo schön, wenn man dann erfolgreich ist und merkt, wie es dem Hund zusehends besser geht, er immer entspannter wird.
Noch mal zur Ängstlichkeit: Bailey von gegenüber war ja auch so eine Kandidatin und U. hatte von einem Trainer den Tipp mit der Handfütterung bekommen, den ich dann einfach übernahm.
Kann ich dir wirklich nur empfehlen, bei Rex hat das wahre Wunder bewirkt, er schloss sich sehr schnell eng an mich an und natürlich haben wir zwei dabei unsere kleinen Rituale entwickelt, z.B. bekommt er ja immer noch ein Betthupferl, bevor ich mich abends nach oben verabschiede. Er kennt den Ablauf ganz genau, folgt mir freudig zur Spiesekammertür, bekommt sein Leckerli und trottelt dann hochzufrieden ab auf seine Decke. :-)


rex-my-love (11.8.14 11:11)
Es freut mich, dass wir die gleichen Vorstellungen davon haben, wie es mit der Erziehung laufen sollte und auch was das Thema Chefsein angeht.
Rex hatte es ja einigermaßen schnell kapiert, dass ich der Boss bin, allerdings funktionierte das nur zu Hause, beim Gassigehen aber nicht aufgrund meines eigenen falschen Verhaltens. Und genau das war der Knackpunkt, über den mir B. nun so toll hinweggeholfen hat.
Ich bin froh, dass ich mir das Geld für eine Hundeschule gespart habe, denn alles andere habe ich ja gut hinbekommen, nur fürs Gassigehen fehlte mir dieser kleine Anschubser durch einen Profiblick von außen.
Ich wünsche dir, dass es mit Armani auch so gut läuft - die Arbeit, die man in so einen Hund investiert, lohnt sich wirklich, man hat dann einen Freund fürs Leben.
Bloggst du eigentlich auch? Ich fände es spannend, mehr über deine beiden zu erfahren.

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