Rex - my love, mein Auslandshund
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Neue Welten dürften sich ...

... den Anwohnern auf unserer Parallelstraße auftun, wenn sie die Tore ihrer Garagen öffnen.

Jeden Morgen reibe ich mir verwundert die Augen, wenn ich dort vorbeigehe.

Die "Villa", von der ich ja schon erzählte, steht ein Stück weiter die Querstraße hinein, das Eck dazwischen ist unbebaut, keine Ahnung, wie die Besitzverhältisse einst waren, auf jeden Fall hatten sich die Hausbesitzer von vorn hinten ans Ende ihrer Gärten Garagen gesetzt, die sie durch eine Zufahrt zwischen Villenpark (so muss man das riesige Gelände wohl nennen) und eben diesem freien Grundstück erreichten.

Nun hat aber der neue Villeninhaber das Nebengrundstück noch dazugekauft, die Zufahrt einfach abgeriegelt, so dass die Garagen nutzlos geworden sind und höchstens noch als Gerümpelschuppen taugen. Falls doch mal einer sein Tor öffnet, fühlt er sich sicher in "Tausendundeine Nacht" versetzt beim Ablick züchtig verhüllter Frauen, die bei gutem Wetter dort gern auf Decken gemeinsam picknicken, umgeben von zahlreichen spielenden Kindern.

Vielleicht gar nicht so schlecht in Coronazeiten, wo das Reisen in ferne Länder doch sehr erschwert ist, nur eine frische Meeresbrise und das Rauschen der Wellen fehlen noch.

Von dem Rechtsstreit, der vermutlich stattfand, habe ich nichts mitbekommen, stelle mir die Situation für die Anwohner aber recht schwierig vor, denn sie wissen nun endgültig nicht mehr, wohin mit ihren Autos.

Vorn auf der Hauptstraße, also vor ihren Häusern herrscht Parkverbot, auf der Seitenstraße verbietet es die Großfamilie mit ihren vielen LKWs, mit der sich lieber keiner anlegen möchte, und die extra gebauten Garagen sind nicht mehr benutzbar.

Vielleicht mag es für diese Menschen ein schwacher Trost sein, dass man munkelt, der Großinvestor, der uns das Heim an den Garten knallte, habe nun auch den ganzen ehemaligen Werksbahn-Grund aufgekauft, der sich an der Querstraße sehr weit entlangzieht und damit auch gegenüber unserer Hecke.

Im Moment stehen dort noch wunderbare großgewachsene, alte Linden, deren Schatten ich genieße sowie auch das rege Treiben der Vögel, die auf ihnen leben.
Offenbar soll das alles unzähligen Garagen auf etwa 1 km Länge weichen, wo sich besagte Anwohner dann einmieten könnten, während wir selbst dann natürlich die Arschkarte hätten.

Seit diese Gerüchte umgehen, empfinde ich das als Damoklesschwert und irgendwie passt es fast dazu, dass ich vorgestern mehr oder wenig zufällig mal nach der Green-Card-Lotterie googelte.

Mich interessierte, was da alles gefragt würde, und so füllte ich spaßeshalber die erste Seite aus, brach das Ganze aber ab, als ich auf der nächsten aufgefordert wurde, eine Kopie des Reisepasses sowie ein Foto einzufügen.

Na ja, zumindest war ich von einem Abbruch ausgegangen, bekam aber trotzdem gestern eine sehr nette Mail von den Amis, in der man nachfragte, ob da etwas schiefgegangen sei, denn man wolle mich ja ganz gern kennen lernen.

Grundsätzlich stand ich gravierenden Veränderungen ja immer sehr offen gegenüber, aber möchte ich wirklich in einem Land leben, dessen Einwohner jemanden wie Trump wählen?


Vermutlich eher nicht, was mich dagegen sehr reizen könnte, wäre Irland, wobei ich allerdings noch nie dort gewesen bin.

Zu Zeiten, als ich mich nachts noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt traute, trat unter Regie unseres Literaturvereines gern mal ein irisch-deutsches Paar auf der örtlichen Kleinkunstbühne auf.

Beide hervorragende Musiker und Sänger beherrschten sie etliche Instrumente, spielten und sangen völlig unplugged Irish Folk, den ich sehr mag, dazu zeigten sie Dias aus ihrem Dörfchen an der Küste und erzählen wirklich witzige Anekdoten.

Wunderschöne Abende waren das und da ich für Kasse, Abrechnung und Künstlerbetreuung zuständig war, entstand zwischen uns ein sehr herzlicher Kontakt, will sagen, auch nach den Auftritten quatschten wir uns oft noch stundenlang fest, während wir ihren Kram abbauten und nach und nach zum Wagen trugen, und noch jahrenlang standen wir in Mail-Kontakt, der dann aber leider irgendwann einschlief.

Vielleicht sollte ich das mal wiederbeleben und über einen Besuch nachdenken, sofern Corona das wieder zulassen sollte?

Zumindest träumen davon kann man ja mal ...

Und damit genug für heute. Gestern habe ich viele Stunden in der Küche malocht und nun auch den gesamten Bereich über und rund um die Eckbank fertigbekommen.

Nun ist nur noch eine "Insel" an der Decke übrig, die ich heute wohl packen werden, wobei ... ich denke auch darüber nach, sie quasi als Mahnmal stehen zu lassen, das mich daran erinnern soll, dass ich mich am besten auf mich selbst verlasse, wenn es um Renovieren/Sanieren geht.

Vor vielen Jahren hatten wir die Küchenwände mit weiß überzogenem Holz verkleidet, die Maserung schimmert hindurch, sehr hübsch eigentlich, Landhausstil, den ich eh sehr gerne mag, wenn, ja, wenn ich nur nicht auf F. vertraut hätte, der der Meinung war, die Decke streiche man üblicherweise erst hinterher.

Häh?

Damals hatte ich meine eigenen handwerklichen Fähigkeiten noch nicht entdeckt, aber nachvollziehen konnte ich das trotzdem nicht, denn wie sollte man es schaffen, das ganze Holz mitsamt den vielen Ritzen so abzukleben, dass keine Farbe tröpfelte?

Nützte nichts, F. wusste es besser und das Ende vom Lied war, dass die Decke dank viel Rauch immer dunkler wurde und nichts weiter geschah, bis ich nun mit meiner Schrubbaktion begann, die wirklich sehr erfolgreich, wenn auch durchaus anstrengend ist.
Alles wird wieder schneeweiß ...

Habt einen feinen Sonntag, genießt euer Leben und ... bleibt gesund!
26.7.20 09:01
 


bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sparköchin / Website (26.7.20 17:04)
Ach so, du schrubbst. Ich dachte schon, du malst. Ich hatte mal Ratgeber, die meinten: erst der Boden, dann die Wände. Also nein.

Darf denn das sein, dass ein neuer Besitzer ein Wegerecht einseitig beendet? Dürfen die Linden straflos entfernt werden? Müssen die Nachbarn nicht befragt werden? Hui, da tun sich mir viele Fragen auf!

Nein, Amiland wäre für mich auch keine Option. Brauchst du für Irland nicht den richtigen Taufschein? Und ist es nicht eher kühl da oben? Manchmal träume ich von Italien oder zumindest der Südsteiermark. Aber das würde ich nur machen, wenn mir jemand das komplette Wien mit übersiedelt. - Deshalb hoffe ich auf den Klimawandel, was ich natürlich nicht laut sagen darf.
Feigensträucher und Rosmarin hab ich ja schon im Garten. Kakis funktionieren angeblich auch schon in milden Gebieten. Wenns dann einmal mit Mangos und Avocados klappt, werde ich zufrieden sein.

Hab morgen einen guten Start in die neue Woche!
Liebe Sonntags-Gewitter-Grüße
von der Sparköchin


"Rex-Mama" (26.7.20 18:56)
Also genauso umsichtige Ratgeber wie der meine damals.

Ja, diese blöde Stadt hat leider vor einigen Jahren die Baumschutzverordnung ersatzlos gestrichen und seitdem fallen herrliche alte Bäume ohne Ende. Könnte oft nur noch heulen, wenn ich sehe, wo man wieder zugeschlagen hat.
Und was die Anwohner angeht, ich habe vor dem Bau des Riesenkastens nebenan versucht, dagegen anzugehen - völlig aussichtslos, wenn da Einnahmen winken.
Von den ursprünglichen Besitzverhältnissen neben der Villa weiß ich auch nicht wirklich was, habe es nur viele Jahre lang gesehen, dass die Leute diese Zufahrt zu ihren Garagen benutzen ... unnu isse dicht, einfach so. Ich laufe ja täglich da entlang und schüttle jedes Mal den Kopf, weil ich so was so unfassbar finde ...
Mit den Avocados machen wir ein Wettrennen, gell?

Auch dir einen feinen Start in die neue Woche und liebe Hoffentlich-gewitterfrei-Grüße zurück.


HS (26.7.20 21:30)
In dem Dorf, in dem ich zuvor lebte, sollte auch ein Altenheim gebaut werden: Großzügig angelegt, mit einigen Bungalows, mehreren kleinen Wohnungen und noch mehreren Pflegezimmern. Das Dorf war begeistert. Nur, der erste Investor sprang ab, der zweite wurde pleite, bevor mit dem Bau begonnen wurde, dann wurde ein dritter gefunden, der allerdings Bedingungen stellte. Keine Bungalows, dafür mehr Pflegezimmer und nicht wie im Dorf erlaubt 2-geschossig, sondern mit 3 Geschossen. Freunde von uns lehnten sich dagegen auf, wollten eine Initiative gründen, scheiterten jedoch kläglich und wurden von denen beschimpft, die am anderen Dorfende lebten. "Und wenn die mal ins Heim müssen, sollte sie keines aufnehmen!" war noch das Harmloseste was man ihnen wünschte.
Jetzt haben sie vor ihrer Terrasse einen 3-stöckigen Klotz mit einer zusätzlichen Mansarden-Etage, viel zu wenig Parkplätze für Personal und Besucher und ständig demente Menschen, die sich in ihren Garten verirren.

Aber immerhin liegt das Gewerbegebiet weiter außerhalb :-)

Irland könnte ich mir für Privatiers wie euch gut vorstellen, solange ihr gesund seid. Muss landschaftlich wunderschön sein, und großen Wert auf Geselligkeit und so legt ihr ja offenbar auch nicht. Also, genauer unter die Lupe nehmen! Jedenfalls tausendmal besser als Amiland, denke ich.

So eine "Schmutzinsel" wäre doch interessant :-)
Mein Schwiegersohn hat im Bad einen Teil der alten Sandsteinmauer freigelegt, sieht richtig toll aus, und zwei Reste dieser bunten, gerollten Wandmuster hat er auch gelassen.

Gewitter sind vorbei, jetzt hoffen wir auf einen sonnigen Montag..... und dass myblog keine Probleme macht.

Liebe Grüße!


lifeminder (27.7.20 01:58)
Liebe "Rex-Mama"!

Du bist ja schon wieder fleißig? - Das wievielte Wochenende in Folge ist das nun, man kann sie fast nicht mehr zählen?

Höre ich das heraus, das zumindest bei der Schrupp-Aktion ein Ende in Sicht ist?


Was bellt den Rex zu den Irland-Plänen?
McRex klingt aber auch sehr schick und vornehm.

Ich hätte da vielleicht auch 1-2 alte Bekanntschaften, wo ich mich vielleicht noch mal melden sollte? - Danke für die Anregung.

F ist und bleib ein Macher, er geht immer voran und steht stets mit Rat & Tat zur Seite.

Wie wohl ein "F"-Blog aussehen würde ?


Ich hoffe zu Wochenbeginn wird es etwas ruhiger bei dir?

Habt eine wunderbare Woche1


Liebe - entspannte - Grüße!
Vom lifeminder


"Rex-Mama" (27.7.20 04:57)
Ja, meine liebe H.S., das deckt sich mit meinen Erfahrungen und man sollte dabei nie vergessen, dass es den Investoren ausschließlich um die Vermehrung ihres Kapitales und nicht etwa um Wohltätigkeit geht.
Hier war sogar die Ortspolitik gegen den Bau, wurde aber von der Stadt ins Abseits gekickt. Die Nachbarn knickten leider einer nach dem anderen ein bzw. ließen sich regelrecht kaufen (beim einen bekam die Tochter einen Job angeboten, die anderen erhielten eine minimale Vergrößerung ihrer Grundstücke, für die sie allerdings Pacht bezahlen müssen).
So fühlte ich mich am Ende wie Asterix, nur habe ich im Gegensatz zu ihm den Kampf leider verloren.
Das mit der Mauer klingt wunderschön, würde mir sicher auch gefallen.

@lifeminder: Lach, eine Ende des Schrubbens ist noch nicht in Sicht, denn es warten ja noch mehr Räume auf mich - für Umtrieb ist also gesorgt. ;-)
F.s Blog, was für eine interessante Vorstellung.
Für den gestrigen Tag könnten seine Aufzeichnungen etwa so aussehen:
Habe Frau mit Country- und Soulmusik genervt, aber damit ließ sich prima das ständige Leitergeklappere übertönen. Bekam dann leckeres Essen vorgesetzt, das mich so ermattete, dass ich schläfrig vom Sessel aus mehrere TV-Schmonzetten verfolgte, bevor endlich meine Autosendungen begannen.
Frau mag das alles nicht besonders, aber sie hat ja genug andere Dinge, mit denen sie sich beschäftigen kann.
Nach dem Abendbrot war ich erneut müde und ging dann beizeiten schlafen.
McRex hat was, aber es sind ja keine wirklichen Pläne, sondern einfach nur Möglichkeiten, die mir so durch den Kopf gehen, wenn mich Fluchtgedanken überfallen. ;-)

Liebe und ebenfalls Ganz-entspannt-Grüße zurück

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