Rex - my love, mein Auslandshund
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Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht

Diese Redewendung geht mir oft durch den Kopf, wenn ich z.B. mitbekomme, wie sich Politiker oder andere Entscheidungstäger an Kleinigkeiten regelrecht festbeißen und dafür keinen Sinn für große Zusammenhänge zu haben scheinen, schon gar nicht für geschichtliche Entwicklungen.

Auch heute Morgen dachte ich wieder an diesen Spruch, als ich mit Rex loszog, denn die Welt präsentiert sich mir bei diesen nächtlichen Streifzügen doch sehr anders als am hellen Tag, wenn es überall von Menschen und ihren Aktivitäten wimmelt und wenn man sich dem Lärm, den sie verursachen, zumindest hier bei uns kaum entziehen kann.

Man kennt das, wenn frischer Schnee gefallen ist, es riecht anders, es klingt anders und natürlich sieht auch alles völlig verändert aus.

So ähnlich ist es bei unseren frühen Gängen auch, ich nehme Dinge wahr, die ich sonst sicher höchstens am Rande registireren würde, und natürlich schaue ich bei so manchem auch gründlicher hin.

Um kurz nach dreie waren wir unterwegs und heute waren es die unzähligen schmiedeeisernen Lampen an der Villa, die uns mit einem Lichtorgel-Konzert empfingen.
Nicht schad drum, dachte ich so für mich, wenn sie sich kaputtwackeln würden, denn das Gelände ist wirklich gut ausgeleuchtet durch die Straßenlaternen und diese übermäßige Zusatzbestrahlung sieht zwar hübsch aus, ist aber letztlich nichts anderes als enorme Stromverschwendung.

Eigentlich habe ich Rex inzwischen ganz gut im Griff, was die vielen Kaninchen angeht, die um diese Zeit ständig durch die Gegend hoppeln - ich habe selbst alles im Blick und merke natürlich auch, wo er hinschaut und wenn er sich anspannt, dann genügt ein einfaches "Nein" und er bleibt friedlich.
Eben aber sauste so ein Tierchen genau vor uns unvermittelt aus seinem Bau empor, was mein Bübchen veranlasste, doch mal eben hochzugehen. Den Bruchteil einer Sekunde lang stand er aufrecht, versuchte dann loszuzerren, was ich aber genauso schnell im Keim ersticken konnte.

Das Timing war trotzdem ein gutes, denn just in diesem Moment tauchte aus dem Schatten des Gebüsches am nächsten Wegeseck ein dunkler junger Herr auf, der Bubis Aktion noch mitbekommen hatte und offensichtlich beeindruckt war.

Er wechselte auf die Straße hinunter und schlug einen großen Bogen um uns herum - gut gemacht, mein Bubele, dachte ich und versprach ihm innerlich ein feines Extraleckerli für später.

Einige Ecken weiter - wir näherten uns bereits dem freien Feld, fuhr ein PKW an uns vorbei, drehte und parkte in der Nähe der Firma, die dort immer die erste ist, wo Leben herrscht, allerdings nie vor fünf, hab sechs.

Was wollte der dann so früh schon?
Keine Ahnung, ich sah ein Feuerzeug aufblitzen, er blieb rauchend im Wagen sitzen, während wir an ihm vorbeigingen, doch als wir auf dem Rückweg waren, schien er verschwunden zu sein, zumindest sah ich ihn nicht mehr, hörte dann aber aus dem Auto ein Räuspern - offenbar hatte er sich also zur Ruhe gelegt.

Sachen gibt's ... *g*

Aber immerhin würden die mir alle entgehen, wären wir nicht täglich zu so unchristlicher Stunde unterwegs.

So, heute muss ich mal mit Sauger und Schrubber durchs Haus flitzen, ein Freudenfest für Rex, denn der scheint von beidem hochgradig fasziniert zu sein, ähnlich wie F. übrigens, Zugucken ist spannend, viel spannender als Selbermachen.

Habt einen feinen und nach Möglichkeit auch fröhlichen Tag und ... bleibt gesund!
16.7.20 06:52
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sparköchin / Website (16.7.20 13:38)
Ich finde das hochinteressant, was sich um drei in der Früh alles bei euch tut. Vielleicht sollte ich das auch mal probieren ... aber eher auf dem Heinweg von einem netten Abend ... hab ich in meiner Jugend öfter gemacht, um zwei oder drei zu Fuß aus der Innenstadt nach Hause gehen.
Meist war ich um die eineinhalb bis zwei Stunden unterwegs, ich hab damals schon dezentral gewohnt, und ich hab das immer sehr genossen.
Damals wurde in Lokalen ja noch geraucht, und wenn ich dann heimkam, war ich erstens entspannt und zweitens ausgelüftet.
Natürlich haben mich die meisten in meinem Umfeld jedesmal gefragt, ob ich einen Vogel hab, so mutterseelenallein unterwegs zu sein. Aber mir ist nie etwas passiert.
Wäre vielleicht heute auch anders.
Lieben Gruß!


"Rex-Mama" (16.7.20 14:09)
Weia, das kenne ich, war früher genauso unvorsichtig, sogar noch, nachdem mir dabei etwas passiert war.
Bis vor ein paar Jahren war ich auch tatsächlich immer noch des Öfteren sehr spät oder früh in der Innenstadt unterwegs, aber dann wurde mir die Situation an den Bushaltestellen immer unangenehmer, deshalb habe ich diese Aktivitäten eingestellt.
Wenn ich so früh mit Rex unterwegs bin, dann ja in bis auf diese Ausreißer (hoffentlich) menschenleerer Gegend und immerhin habe ich ihn dann ja dabei, heute Morgen zumindest schien er doch einigen Eindruck zu machen. ;-)

Solltest du es also tatsächlich noch einmal ausprobieren wollen, wäre das ja vielleicht ein Grund, auch mal auf den Hund zu kommen, oder?


Lifeminder (16.7.20 14:10)
Hallo, Liebe Rex-Mama!

Den Vergleich von Menschen und frisch gefallenen Schnee hat mich begeistert.

Deine Spaziergänge finden auch immer früher statt, ich hoffe du schläfst wenigstens am Wochenende einmal aus?

Deine nächtlichen Spaziergänge mit Rex haben eine gewisse Wirkung auf mich, so das ich vielleicht auch mal demnächst durch die Gassen und Strassen meines Heimatortes streife. Bin sehr gespannt, wie sich das anfühlt?


Ich vermute F schaut dir beim Arbeiten zu weil er dich so unglaublich gerne ansieht und du für ihn das Beste Unterhaltungsprogramm bist!


Liebe - vergiss nicht das Extra-Leckerli für Rex - Grüße
Vom lifeminder


"Rex-Mama" (16.7.20 15:01)
Grins, ganz sicher ist das der Grund dafür, dass F. meist nur zuschaut. *gg*
Nicht, dass ich nun alle anstecke mit meinen Nachtwanderungen?
Aber es ist tatsächlich interessant, wie anders sich einem dann alles präsentiert, und an sich mag ich das, würde sich um diese Zeit nur nicht der ein oder andere da draußen herumtreiben, der mir nicht ganz geheuer ist.

Liebe Na-klar-denke-ich-ans-Leckerli-Grüße zurück

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