Rex - my love, mein Auslandshund
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Rezepte
  Gedichte
  FOTOS
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

   Rex hat Spaß mit seiner Nachbarin im Hundehotel
   Rex und sein stressiges Leben/YouTube
   Wissenswertes über die Sinne des Hundes
   Rex beim Stop'n Come/YouTube
   Rex, das Spielkind/YouTube
   Rex führt Herrchen Gassi/YouTube
   Rex, der Entenjäger/Youtube
   Rex und Queen

https://myblog.de/rex-my-love

Gratis bloggen bei
myblog.de





So widersinnig es klingen mag, ...

... aber dank der Brutkastentemperaturen im Schlafzimmer scheine ich zurzeit etwas länger schlafen zu können, denn erst gegen Morgen kommt etwas Kühle durchs nun immer weit geöffnete Fenster hinein und - zack - bin ich dann noch mal so richtig weg.

Das ist auch so etwas, was ich mich ohne großen Hund nicht mehr trauen würde, seit wir damals die Typen auf dem Vordach hatten, denn von da aus ist der Weg nach innen nicht mehr weit, habe ihn selbst benutzt, als ich die Giebelwand strich - noch einladender geht's kaum, zumal jeder, der die Straße entlangkommt, das offene Fenster schon von Weitem sieht.

Doch zurück zur Hitze bzw. zum Wetter.
"Erst" gegen fünfe zog ich mit Rex los, ungewohnterweise alles schon taghell, die Party in der Hütte lief noch, wie ich im Vorbeigehen feststellte, aber jetzt noch dazuzustoßen, lohnte sich natürlich auch nicht mehr, zumal eh schon für den 11.6. die nächste ansteht, bei der ich mich dann endgültig nicht mehr ausschließen kann.

Schon seit gestern ist es sehr windig und auch eben war der Himmel noch wolkenverhangen, aber nach wie vor alles furztrocken und so besah ich mir während unseres völlig zwischenfallfreiem großen Ganges die gelb-braunen Wiesen, das viele Laub auf dem Boden und dachte an die Jahre zurück, als die Wiesen zu dieser Jahreszeit noch in allen Farben, vor allem aber sehr grün leuchteten und man beim Betreten bis zur Hüfte in hohen Gräsern verschwand.

Davon ist nicht mehr viel übrig, die ständige Trockenheit macht sich mehr als bemerkbar und auch bei mir im Garten sieht es nicht viel besser aus.

Natürlich renne ich täglich mit der Gießkanne herum, sind die Wassertonnen, wie inzwischen fast üblich, leer, muss ich sie im Bad füllen und alle paar Tage gönne ich auch Bäumen, Sträuchern, dem nun leider dank Rex schäbigem Beet und natürlich der Hecke den Wasserschlauch, bewusst sparsam, denn man sollte mit dem Wasserverbrauch ja nicht mehr so gedankenlos umgehen wie einstmals.

Die Hecke, mit deren Schneiden ich früher kaum nachkam, hatte ich seit Wochen nicht mehr angerührt, und wenn ich sonst mindestens fünf oder sechs große Säcke füllen konnte, kam gestern gerade mal ein einziger dabei heraus.

Wie schon im letzten Jahr erreichen die Blütenstände des Schmetterlingsflieders nicht einmal die Hälfte ihrer normalen normalen Größe, das Apfelbäumchen lässt auf eine mehr als bescheidene Ernte schließen, nur der Blutweiderich scheint einigermaßen so wie immer zu ticken, obwohl er es an sich feucht mag.

Na ja, ganz trifft es das auch nicht, auch bei ihm sind die Blütenstände kleiner als sonst, auch wenn das auf den ersten Blick anders erscheint:



Als ich gestern in meinem Rauchereckchen saß, beobachtete ich gleich zwei Bienen, die sich an genau diesem Blütenstand gütlich taten - ein so ungewohnter und schöner Anblick, dass ich sofort hineinflitzte, um das Handy zu holen und abzudrücken.

Tja, die Bienen hatten natürlich nicht auf mich gewartet, blieben nur die Farben übrig, die mir aber auch gefielen.

Heute Morgen wählte ich die gleiche Perspektive noch einmal, nur aus etwas größerer Entfernung und da erkennt man sehr gut, dass es so überwältigend dann doch nicht ist mit der Blütenpracht:



Unten rechts steht übrigens die Ausgangspflanze. Vor vielen Jahren hatte ich die Randstufe des Teiches mit verschiedenen Gewächsen bestückt und der Blutweiderich hat sich nach links ausgesät, während auf der Stufe nur noch kümmerliches Wachstum herrscht, seit dem Teich ständig das Wasser fehlt, das nötig wäre, die Gittertöpfe stets feuchtzuhalten.

Auch tägliches Gießen nützt da nix, sie wollen ihren Tümpel, den Petrus aber leider nicht mehr hergibt.

Eigentlich schade, dass man nicht in die Zukunft sehen kann, denn mich würde schon interessieren, wie Mitteleuropa dann wohl aussehen könnte.

Vor sehr langer Zeit war die Sahara grün und erzitterte unter den Schritten mächtiger Saurier und es gab eine Phase in der Erdgeschichte, in der das Thetys-Meer sich bis über Süddeutschland ausdehnte. Aus diesem hoben sich dann die Alpen und mit ihnen die Zugspitze als quasi übriggebliebene Riffe empor.
Gut, das ist natürlich viele Millionen Jahre her und egal, wie alt mancheiner auch aussehen mag, es wird sich doch keiner finden lassen, der sich daran noch erinnern könnte, also bleibt uns nur, dieser Vergangenheit anhand von versteinerten Überresten dieser Zeit auf die Spur zu kommen.

Schade find ich's trotzdem, denn ich würde es zu gerne wissen, was noch alles passieren wird auf und mit dieser Erde.

Vielleicht sollte man sich auch einfach öfter mal bewusst machen, wie völlig unbedeutend unsere Spezies doch ist mit all ihrer Gier und Zerstörungswut?

So, nun wird's Zeit, dass ich den Schlauch anschließe und dem Garten bissl was gönne. Die Wettervorschau für die nächsten zehn Tage sieht nämlich nicht danach aus, dass Petrus doch noch ein Einsehen hätte.

Habt einen feinen Sonntag, gönnt euch was und ... bleibt gesund!
28.6.20 08:00
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


padernosder (28.6.20 10:55)
Hallo,

bei Dir sind ja Tendenzen zur "Natur-Fotografie" zu erkennen. ;-)

Dein Ausflug in frühere Zeiten: Mir ging es heute ähnlich und ich dachte über Mensch und Natur nach. Sicher ist wohl, daß wir Menschen unser Dasein überschätzen.

Gegenwärtig befällt uns die Angst, daß wir den Ast unter unserem Hintern absägen, weil wir Wasser, Luft und Meere verschmutzen.

Mag ja sein, wir verrecken an unserer eigenen Dummheit. Andererseits, der Weltuntergang wird schon seit langer Zeit vorausgesagt. Schau mer mal! ;-)


"Rex-Mama" (28.6.20 11:43)
Na ja, ich bin ja nicht wirklich dafür ausgerüstet, obwohl selbst die Handy-Cams inzwischen echt viel besser werden. Vielleicht sollte ich mich mal mit den durchaus vorhandenen Einstellmöglichkeiten etwas näher befassen. :-)

Lese es gerade in deinem Blog, dass dich heute ähnliche Gedanken wie mich beschäftigen, und ich gehe mal davon aus, dass wir auch weiterhin an dem Ast sägen werden, auf dem wir sitzen.
Die Menschheit wird vergehen, genau wie viele Arten vor uns - ein Weltuntergang ist das aber noch lange nicht. Vielleicht kommt ja etwas nach uns, das besser ist? ;-))


lifeminder (1.7.20 00:54)
Liebe "Rex-Mama"!

Ich kenne das auch mit der Sauna im Schlafzimmer.
Tagsüber geht es, da kann ich meinen Deckenventilator rotieren lasen. Nur in der Nacht ist das normalerweise keine gute Idee.

Nicht nur Corona spielt verrückt.
Sondern auch Bäume und Pflanzen, einige wuchern wie verrückt, andere haben offenbar in diesem Jahr sogar keine Lust sich aufzuraffen.
Was wohl nicht zuletzt an dieser verdammten Trockenheit liegt.
Die Pflanzenwelt und alles was zusammenhängt, werfen Laub wie im Herbst.


Solltest du nicht auch ab und zu deinen Rücken und dein Füßchen schonen? - Du bist ja wieder Fleißig bis zum Anschlag.



Liebe - 2x Hallo sagen, ist besser wie 1x Goodbye" Grüße
Vom lifeminder

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung