Rex - my love, mein Auslandshund
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Diverse kleine Schwierigkeiten

"Ja, guten Morgen!"

Huch?

Ah, während ich meinen Blick von den Tomaten in Aldis Gemüseauslage abwandte, erkannte ich pfeilschnell meinen direkten Nachbarn, zumindest vermutete ich, dass er es sein müsste, denn dank Maskierung ist es ja nicht mehr ganz so einfach, die Leute auf Anhieb zu erkennen.

Erfreut grüßte ich zurück, denn obwohl er mit seiner Frau das Haus neben uns bewohnt, bekommt man die beiden nur sehr selten zu Gesicht (sie gehören auch nicht zum ansonsten ja recht großen nachbarschaftlichen Freundeskreis), und wenn, dann in der Regel nur ihn, der die Familieneinkäufe allein erledigt, leider IMMER mit dem Wagen, denn zu Fuß habe ich ihn noch nie gesehen.

"Was macht denn Ihr Mann, habe ihn lange nicht gesehen ..."

"Och, alles gut, er sitzt halt immer so rum, und wie gehts Ihrer Frau? Sie sieht man ja auch kaum ..."

"Jaaa, die sitzt auch immer so rum ..."

Wir tauschten über die Maulkörbe hinweg noch einen verständnisinnigen Blick aus und zogen grinsend wieder unserer Wege, ich per pedes wie immer, er halt mit dem Auto.

Während F. sein Mittagessen pünktlich, wie er es gerne mag, schon um 11 Uhr bekam, hatte ich für mich ein halbes Hähnchen und einen kleinen Blumenkohlkopf mitgebracht, denn neben Intervallfasten achte ich nach Möglichkeit auch auf Low Carb.

Den Kohl putzte ich gleich und dünstete ihn mitsamt den kleingeschnittenen Blättern, den Gockel schob ich in die Röhre der Kombimikrowelle - ist wesentlich energiesparender als im großen Backofen.

Stunden später machte ich mich daran, den nun abgekühlten Kohl in einen Salat zu verwandeln und mein Tierchen zu zerpflücken, wie immer ließ ich ein wenig Knorpel (Geflügelknochen sind für Hunde gefährlich, da sie zu schnell splittern) in Bubis Futternapf purzeln, d.h. ich dachte es, hatte dabei aber völlig verdrängt, dass ich seine Schalen ausnahmsweise schon am Morgen gereinigt hatte. Die eine kam mit frischem Wasser gefüllt zurück an seinen Futterplatz, die andere hatte ich in der Spüle der Speisekammer zum Abtropfen belassen, wo sie nun auch immer noch war.

Ich Döskopp ließ nun ganz in Gedanken trotzdem die Knorpelstücke fallen, aber statt in den Fressnapf mitten in sein Trinkwasser.

Rex hatte das natürlich mitbekommen, aber nun stand er vor dem Problem, wie an das Leckere herankommen?

Die Möglichkeit, den Rüssel einfach mal tief hineinzuschieben, zog er nicht in Betracht, da hat sich wohl zu sehr in ihm eingeprägt, dass man sein Wasser nur von der Oberfläche mit der Zunge abschlabbert.
Ich sah es förmlich rauchen in seinem haarigen Köpfchen, verdammt, ich sehe und rieche, dass da was Leckeres ist, aber ich kriege es nicht.

Nun begann er zu saufen wie ein Verdurstender, so als wolle er den ganzen vollen Napf leermachen.

Nee, das ging so nicht, also unterbrach ich meine Pulerei, griff hinein in die "Hühersuppe" und fischte den Knorpel heraus, um dann erst mal loszuziehen und den Napf wieder zu putzen und neu zu befüllen.

Bleibt die Frage, wer von uns beiden nun der Dösigere war.

Trotz oder vielleicht auch wegen der 31° im Schlafzimmer habe ich heute Morgen leicht verpennt, wurde "erst" um halb vier wach.

Nun aber hurtig, dachte ich, wollte mit Rex ja loskommen, bevor der von gegenüber mit seinem Labrador vermutlich um viere auftauchen würde.

Ich schaffte es auch und sogar ohne eine Begegnung mit "Muskelmännchen" bis hinter das Gewerbegebiet, doch als wir dort in der großen Biegung zwischen den Wiesen waren, kam auf einmal von hinten ein Laster an, ich sprang mit Rex rasch in die Wiese hinein, um ein Theater zu verhindern, und beobachtete gespannt, was nun geschehen würde. Fall er nur die Wendeplatte benutzte, um kehrtzumachen, kein Problem, dann könnten wir unsere Runde fortsetzen, aber dem war nicht so, er gesellte sich zu den anderen dort parkenden LKWs und nun wurde mir mulmig, zumal ich auch nicht abschätzen kann, ob er Bezug hat zu der Großfamilie, die auf unserer Parallelstraße die ganze Nachbarschaft terrorisiert und den Anwohnern sogar das Parken verbietet, da man einige LKWs laufen hat (für die man den Platz zum Parken braucht), merkwürdigerweise von zu Hause aus, ohne jegliches Geschäftsgebäude.

Wie dem auch sei, das war mir nicht ganz geheuer, dort nun weiterzugehen, also machten wir kehrt, nur um auf dem Rückweg nun doch noch den Labrador ankommen zu sehen.

Wusste ichs doch, dass der auch wieder so früh unterwegs sein würde, grrrr ... mit Müh und Not gelang es mir, Rex umzuleiten, der seinen "Erzfeind" natürlich auch längst entdeckt hatte. Nach einer mittelschweren Auseinandersetzung zwischen uns beiden und einem kleinen Abstecher in eine andere Richtung kamen wir dann wohlbehalten zu Hause an, gerade so hingekriegt, denn einige Minuten später wäre wohl auch der Labrador von der anderen Seite her wieder aufgetaucht.

Hier musste ich dann als Erstes mal ins Bad, zwar ungewohnt für Rex, dass er nicht sofort sein Frühstück bekam, aber er hatte fast zum Schluss unserer Runde noch ein wenig die letzte Wiese markiert und wollte dies nun mittels Duftspuren von heftigstem Scharren auch wirklich dem letzten Artgenossen noch mitteilen, blöderweise mim Hintern zu mir, so dass ich die volle Ladung abbekam.

Meine unter der kurzen Hose naggischen Beine und Füße sahen dementsprechend aus, also musste ich mich erst einmal auf den Wannenrand setzen und mich bis oberhalb der Knie gründlich schrubben.

Nun beschäftigen mich gerade zwei Fragen, die ich noch irgendwie lösen muss, aber dazu morgen mehr, nun wartet erst einmal wieder das pralle Leben auf mich und ich freue mich schon auf 17 Uhr, wenn ich die zweite Hälfte meines gestrigen Festmahles genießen werde.

Habt einen schönen Tag und ... bleibt gesund!
26.6.20 06:01
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lifeminder (26.6.20 14:30)
Hallo, "Liebe Rex-Mama"!

Deine Spaziergängen sind Mittlerweile eine Art Showdow, triffst du mit Rex auf den anderen Hund oder nicht? Taucht der Kraftbusche auf oder bleibt ihr verschon? - Das Rätsel um die LKWs ist auch noch nicht gelöst? - Fragen über Fragen

Rex ist doch auch ein erfinderisches Kerlchen, wenn er ein Ziel hat!
Die Geschichte mit dem Wassernapf hat mich doch sehr amüsiert.

Würde denn Rex, wenn er merkt, das du hinter ihm stehst in eine andere Richtung Scharren? - Kennen Hunde so etwas wie Rücksicht?

Genieße später dein leckeres Festmahl!


Liebe - kommt Gut ins Wochenende - Grüße
Vom Lifeminder


"Rex-Mama" (26.6.20 15:40)
Lach, kannst mir glauben, dass es für mich selbst immer sehr spannend ist, bevor ich mit ihm losziehe.

Rücksicht kennt Rex durchaus - hatte ja neulich beschrieben, wie er gleich an die Seite geht, wenn er mitten auf der Stufe der Gartentür steht und bemerkt, dass ich auch mal durch möchte.
Denke, dass kan er logisch nachvollziehen, nicht aber, warum ich es nicht schön finden könnte, in seinen Scharr-Hagel zu geraten. Von daher ist es ihm völlig wurscht, ob ich hinter ihm stehe oder ob es meine neue Teicheinfassung oder den Teich selbst trifft.

Yeah, mein Festmahl werde ich dolle genießen - der Countdown läuft, noch 1 Stunde und 21 Minuten, dann werde ich die Küche stürmen.


Liebe Ebenfalls-ein-schönes-Wochenende-wünsch-Grüße zurück

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