Rex - my love, mein Auslandshund
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Von der streikenden Köchin zur Krankenschwester

Was für ein Tag, dabei war er abgesehen von der Eiszeitstimmung eigentlich anfänglich recht gemütlich gewesen.

Ich hatte die Erde aus dem dritten Sack im Garten verteilt, das Ergebnis seht ihr hier, zumindest teilweise:



Da man so ein 60-Liter-Ungetüm ja nicht mal eben unter den Arm nehmen und den Inhalt wie aus einer Mehldose verstreuen kann, war mir nichts anderes übriggeblieben, als dies mit meinem kleinen Handschüppchen zu erledigen, was allerdings dazu führte, dass ich die Vertiefungen und Löcher sehr gezielt füllen und betrampeln konnte, so dass ich nun immerhin eine einigermaßen plane Fläche habe, auf der man nicht ständig Gefahr läuft umzuknicken.

Mit Betonung auf dem "nun", denn die erste Stelle hat Rex bereits wieder in den alten Zustand versetzt, noch während ich dabei war, alles mit unzähligen Kannen voller Wasser zu benetzen.

Ich ließ mir Zeit, denn die Küche war ja auf Selbstbedienung umgestellt, die allerdings nicht in Anspruch genommen wurde.

Mir sollte es egal sein, mittags zog ich mich für ein Stündchen zurück, nur um dann bei meiner Rückkehr einen laut stöhnenden Mann vorzufinden.

Zunächst fragte ich nicht weiter nach, denn nach 35 gemeinsamen Jahren kenne ich es sehr gut, dass F. gern mal anfängt mit solchen Geräuschen, sobald er mitbekommt, dass ich in der Nähe bin. Wähnt er mich weiter weg, verstummt das Gejammere auf wundersame Weise.

Immerhin wurde es dann doch so heftig, dass ich eilte, um einen Eimer zu besorgen. Er meinte, ihm sei schwindelig, also konrollierte ich mehrmals seinen Blutdruck, aber da war alles in bester Ordnung - Werte wie ein junger Bub.

Während ich ihm Schwedenkräuter bereitstellte - mein bestens bewährtes und hochwirksames Natur-Allheilmittel seit vielen Jahren, auf das auch F. schwört - dachte ich an ein Gedicht, dass ich (vermutlich aus auch damals gegebenem Anlass) ausgerechnet an Heiligabend 2001 schrieb:

"Der kranke Mann

Ach, mein Mann, das kranke Wesen,
liegt im Bett – zu schwach zum Lesen.
Stress und Hektik sind zu meiden,
muss er doch so schrecklich leiden.

Grauslich auch sein Wehgezeter,
schmerzgepeinigt ist mein Peter.
Und sein Klagen hallt durchs Haus,
treibt das letzte Lachen raus.

Und ich koche, putze, wasche,
leere ihm die Pfeifenasche,
reich ihm Salb’ und Pillen dar,
er erträgt es wunderbar.

Mitleidsvoll weint meine Seele,
zugeschnürt voll Qual die Kehle,
hab’ ich doch sein Blut gerochen,
denn... sein Finger ist gebrochen." *fröhlich pfeif*

Das Sofa, vor dem mein Läppi steht und von dem aus ich abends gerne TV schaue, hatte F. mit Beschlag belegt und zog es auch vor, dort die Nacht zu verbringen.

Inzwischen hatte nun auch noch Rex angefangen zu spucken, allerdings tat er es dankenswerterweise im Garten, wo eine Kanne voll Wasser zur Beseitigung genügte, und ansonsten ging es ihm gut, denn er verlangte kurz darauf vehement nach seinem Abendessen.

Meine eigene seit so vielen Stunden ersehnte 17-Uhr-Mahlzeit war natürlich ausgefallen, also machte ich mir gegen neune ein Brot und nahm es mir mit nach oben, nachdem ich F. sein Handy neben das "Krankenlager" gepackt und mein eigenes mitgenommen hatte, so dass er mich jederzeit würde verständigen können, sollte er meine Hilfe benötigen, was aber nicht der Fall war.

Zwei-, dreimal ging ich im Laufe der Nacht nach ihm schauen, er sägte ganz friedlich vor sich hin, also verschwand ich wieder, um selbst auch noch ein wenig der Ruhe zu frönen, bis es um viere vorbei damit war.

Beide Männer sind wieder wohlauf, ich selbst ein wenig k.o., aber da die Küche und Speisekammer auch heute noch zur Selbstbedienung stehen, es zum Putzen zu düster, zur Gartenarbeit und zum Einkaufen zu feucht ist, kann ich es heute mal ruhiger angehen lassen.

Jawohl, ihr habt richtig gelesen - es regnet, zwar nur leichtes Nieseln, aber ich rieche förmlich, wie die Natur etwas aufatmet, nachdem wir hier ja nun seit langer Zeit so dürregeplagt waren.

Gestern las ich übrigens, dass auch in Deutschland das Wasser gebietsweise beginnt knapp zu werden, der Klimawandel ist in vollem Gange, und hier wird noch sehr viel Umdenken nötig sein.

Ich hege ja schon seit etlichen Jahren die Befürchtung, dass Wasser das Gold der Zukunft sein könnte, denn immer mehr Menschen werden sich um immer weniger davon in die Haare kriegen.

So, nun gehe ich mal lesen, ob es aus China etwas Neues gibt, offenbar mutiert das Virus ja, wobei die Wissenschaftler dies bis jetzt aber noch recht locker zu sehen scheinen, weil es dies eh schon von Anfang an regelmäßig getan habe.

Abwarten ...

Wünsche euch einen feinen Tag mit schönen Erlebnissen und ... bleibt gesund!
16.6.20 06:35
 


bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


HS (16.6.20 11:54)
Herrlich und zu 100% zutreffend, dein Gedicht über den kranken Mann!
Meiner ist zur Zeit bei mir, und ich frage mich jedesmal, wie der Mann wochenlang überleben kann, ohne eine Hilfe zur Essensanreichung, Wäsche herzurichten, Schuhe bereitzustellen, Zigaretten zu holen und volle Aschenbecher auszuleeren usw. zu haben.... und natürlich immer im Stress mit der Fernbedienung zu sein. Seufz. Ganz tief seufz.

Dein Garten gefällt mir! Mein Vermieter hat einen sog. englischen Rasen, der täglich stundenlang vom Mähroboter drangsaliert wird, und der Hund ist tagsüber im Zwinger.

Halt die Ohren steif, musst ja schließlich fit sein, um deinen Guten zu pflegen


"Rex-Mama" (16.6.20 13:58)
Lach, ich sehe, wir teilen offenbar so einige Erfahrungen.

Mein Garten war wirklich einmal schön, wobei ich ja eh eher auf Wiese denn auf Rasen stehe, aber Rex sieht es halt etwas anders.
Das ist mir aber immer noch lieber als das, was du von deinem Vermieter erzählst.
In meinen Augen ist das Tierquälerei, ein Rudeltier wie den Hund den ganzen Tag allein in einen Zwinger zu sperren.

Was die Öhrchen angeht, danke und dito ...


Lifeminder (16.6.20 14:15)
Hallo Liebe '' Rex-Mama''!

Der arme F. Ich kann gut nachvollziehen warum der Kreislauf in Ordnung ist, es ihm sonst aber nicht besonders gutgeht. - welcher Mann möchte schon mit Eiseskälte von seiner Liebsten gestraft werden? - Dabei spielt es keine Rolle ob man 35 Monate oder 35 Jahre zusammen ist. - Wir Männer sind nun einmal hochsensibel.

Schön , das es endlich bei euch regnet und du ein wenig zur Ruhe kommst. - ich hoffe, deinem Rücken geht's so ein wenig besser?


Liebe - sei gewiss auf Regen folgt Sonnenschein - Grüße
Vom lifeminder


Der Denker (16.6.20 18:28)
Ej, dein Mann ist ja wirklich ein gestandenes Mannsbild, ein ganzer Kerl und ein Vorbild für das so genannte starke Geschlecht!
Wahrscheinlich hält er sich selbst noch für einen starken Mann wie viele dieser Schlappschwänze!
Aber, wenn du darüber noch lachen kannst...Ich könnte das nicht!


"Rex-Mama" (17.6.20 04:59)
Danke für deinen Kommentar, mein lieber lifeminder.
Ich glaube, mein Schmunzeln fiel so breit aus, dass es noch bis Buxtehude sicht- oder sogar hörbar gewesen sein müsste.

Liebe hochsensible Grüße zurück

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