Rex - my love, mein Auslandshund
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Was einem so durchs Hirn kreist

Zunächst einmal zu deinen Fragen, mein lieber lifeminder:

Ich habe ja im mehr als 200-km-Umkreis keine nahe Familie mehr und dank meiner Hin-und Herzieherei hat sich bei mir auch nie ein Freundeskreis aufgebaut, wie das bei vielen üblich ist.
Wäre aber abgesehen davon auch gar nicht so mein Ding, ich brauche es nicht, mich ständig über Unwichtigkeiten auszutauschen und erst recht nicht, sich ständig gegenseitig einzuladen und zu bekochen.
Das ist mir alles viel zu bindend, wenn, dann stehe ich auf spontane Zusammenkünfte ohne großes Brimborium, genauso, wie es mit meiner einmaligen Nachbarschaft läuft. Es gibt schräg gegenüber die Partyhütte, in oder vor der wir oft zusammensitzen oder feiern, zumindest bis Corona kam.
Die anderen haben weitergemacht wie zuvor, mir erschien das wegen F.s Vorerkrankung zu riskant, deshalb machten wir uns dann halt rar, sind aber natürlich über WhatsApp eh immer mit allen verbunden.

Von daher erübrigt sich die Frage, Rex mitnehmen zu wollen, von selbst, zumal auch keiner wirklich scharf auf ihn wäre.

Zu Püppis Zeiten sah das noch etwas anders aus, sie war ja wirklich so lieb, dass kaum einer auf die Idee kam, sich vor ihr zu ängstigen, und so verbrachten wir mit ihr so machen Tagesausflug an der Nordseeküste, natürlich am Hundestrand, aber auch das war mit ihr kein Problem, da sie sich im Gegensatz zu Rex mit Artgenossen hervorragend verstand.

Einmal besuchten wir meine liebe alte Freundin im Dorf meiner Kindheit für ein paar Tage. Sie hatte eine Katze, völlig belanglos bei Püppchen, nur wunderte sich die Freundin irgendwann, dass ihr Tier auf einmal so viel Appetit entwickelte.
Dann fiel uns auf, dass Püppi ab und zu auf Erkundungstour ging und dabei auch den Keller erforschte - kein Wunder also, dass die dort stehenden Katzennäpfe immer leer waren.

Damals fuhr ich jede Woche mindestens einmal mit öffentlichen Verkehrsmitteln rüber zu meinen Eltern, um meiner äußerst delegierungsfreudigen Mutter die schweren Dinge im Haushalt abzunehmen.
Klappte prima, bis Papa beklagte, dass der Staubsauger sich schwertäte, die Hundehaare aufzunehmen, also ließ ich mein Mädchen von da an daheim.

Mein Bruder, an sich ein Hammertyp, gehört eher der Hundehasserfraktion an, deshalb fahre ich, sofern Corona dies gestattet, meist allein zu ihm und seiner Familie - möchte F. mit, muss Rex halt diese Tage im Hundehotel verbringen, nicht ganz billig, aber immerhin fühlt er sich sehr wohl dort.

Zu deiner Frage nach dem "Wunderland Bürokratie", lach, ich halte diese ausufernde Reglementierungswut eher für blanken Irrsinn, eine Art Beschäftigungstherapie für Sesselfurzer, die ansonsten wohl nichts mit ihrer Zeit anzufangen wissen. ;-)

Gerade eben rief mich F., es sei endlich eine Antwort der Sparkasse eingetrudelt - hatte ja erzählt, dass ich denen recht erbost geschrieben hatte.

Wie erwartet kam die inzwischen ja gut erprobte "Gutmensch-Keule", mir würde ja wohl ebenfalls die Sicherheit meiner Mitmenschen am Herzen liegen.
Logo, ein probates Mittel, jede Kritik im Keim zu ersticken, ich schoss, zwar höflich, aber doch deutlich zurück, dass ich die Gefahr nicht wirklich erkennen könne, wenn sich in dieser wirklich riesigen Halle vielleicht fünf Kunden gleichzeitig aufhalten, wie dies üblicherweise der Fall ist, während sich drumherum in den wesentlich kleineren Läden die Leute eh knubbeln.

Noch einmal darauf hinweisend, dass man mir doch nicht allen Ernstes unterjubeln wolle, eine Fahrt in der miefigen Raumluft des engen Busses sei gesünder als das Betreten der Halle, erkundigte ich mich dann, ob der wahre Hintergrund dieser als so menschenfreunlich getarnten Aktion nicht vielleicht doch eine geplante gänzliche Schließung der Filiale sein könne ...

Nun bin ich gespannt auf die Antwort, deren Ergebnis viele User der örtlichen Facebook-Gruppe brennend interessieren wird.

So, und nun habe ich mich wieder mal ordentlich verzettelt, wollte eigentlich ganz etwas anderes schreiben, aber doch noch so viel:
Gestern las ich einen Artikel zum Thema Informationsgesellschaft, in dem der Schreiberling bemängelt, dass diese bei der Grippewelle 2017 versagt habe insofern, als dass die Medien unbedingt hätten Alarm schlagen müssen.

Wie konnte das bloß passieren, dass ein Virus zuschlug und wir es als relativ normal hinnahmen, dass alte und/oder vorerkrankte Menschen starben?

Mein Vater starb 2008 direkt vor Weihnachten, nachdem er 11 Tage zuvor noch völlig fit war, abgesehen von seinen Vorerkrankungen, die man aber ganz gut im Griff hatte.
Er plante sogar noch an einem Senioren-Schwimmwettbewerb teilzunehmen, fing sich dann etwas ein und dann ging es Schlag auf Schlag. Offenbar ein unbemerkter Herzinfarkt, verschiedene andere Probleme und da er Marcumar-Patient war, verblutete er schließlich innerlich, nachdem meine Mutter blöderweise auf einem Einzelzimmer bestanden hatte und so keiner bemerkte, dass er beim Versuch, eigenständig das Klo zu erreichen, zusammengebrochen war.

Es war ein Schock damals für uns alle, aber im Nachhinein bin ich doch recht froh, dass es so kam, denn sein Leben war geprägt von großer Bewegungsfreude, kein wie auch immer gearteter Lockdown hätte ihn davor bewahren können, irgendwann an einen Virus zu geraten, und hätte er das damals überlebt, dann nur unter großen Einschränkungen und daran wäre er innerlich zerbrochen. Irgendwie schloss sich der Kreis so rechtzeitig, dass ihm langes Siechtum und unermessliches psychisches Leid erspart blieben.

So wie meine Schwiegermutter, die man mit allen Mitteln am Leben hielt, bis sie 98 war, die letzten Jahre extrem unglücklich im Heim, auch wenn meine Schwägerin täglich viele Stunden bei ihr verbrachte.
Was für eine Horrorvorstellung, man hätte ihr nun auch noch diese Besuche untersagt ...

Neulich sagte jemand im TV, im Gegensatz zu Autofahrern hätten Alte und Kranke keine Lobby, da ist wohl insofern etwas dran, als dass es laut WHO jährlich 1,35 Millionen Verkehrstote gibt und keiner auf die Idee kommt, deswegen Autos zu verbieten, allerdings gibt es sehr wohl eine Lobby, die Interesse daran hat, die Menschen am Leben zu halten, bis sie schier auseinanderfallen, nämlich die Pharmawirtschaft, die sich ja die Giernasen gerade an Alten und Kranken so prima vergolden kann.

Dies nur mal zum Nachdenken und bitte nicht falsch verstehen. Natürlich sollte jeder das Recht haben, selbst zu entscheiden, wie lange er leben möchte, unter welchen Einschränkungen auch immer, aber immerhin Hinterfragen sollte man es durchaus, denn z.B. so wie Schwiegermütterchen würde ich selbst nicht enden wollen und auch sie hätte das nicht gewollt, hätte man sie wirklich selbst entscheiden lassen.

Kurz noch zu deiner Frage, lifeminder, wie Rex auf Kaninchen reagiert:

Heut früh tummelten sich sehr viele auf der großen Wiese und ich bemerkte natürlich, wie sehr sich mein Bub dafür interessierte. Könnte er so, wie er wollte, dann würde er ihnen mit großer Freude hinterherjagen, aber ich lasse ihn natürlich nicht.
Fühle ich Spannung an der Leine, sage ich leise, aber deutlich nein, lässt er dann nicht locker, bleibe ich stehen, bis die Leine wieder durchhängt, erst dann geht es weiter.

Bei mir funktioniert das prima, weil Rex genau weiß, dass ich konsequent bin. F. ist es nicht, deshalb hat er in der gleichen Situation dann einen enormen Kampf durchzustehen - der kleine Deibel kennt uns halt sehr gut und weiß genau, mit wem er es machen kann und mit wem nicht.

Habt einen schönen Tag und ... bleibt gesund!
6.6.20 07:53
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lifeminder (6.6.20 20:11)
Liebe "Rex-Mama"!

Ich fühle mich außerordentlich geschmeichelt, das du dir soviel Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten. - Herzlichen Dank, hierfür!

Ja, ich stimme dir voll zu, manchmal wird auf falsche Werte gesetzt und viel zu wenig auf den Faktor Menschlichkeit. Was soll/muss man ein Mensch unnötig quälen?

Ansonsten wieder ein großartiger Blogeintrag mit lustigen Anekdoten, nachdenklichen, ein wenig "F"und ganz viel Rex - Danke!


Liebe - wunderschöne Wochenende - Grüße
Vom lifeminder


"Rex-Mama" (7.6.20 06:17)
Danke dir, mein Lieber, und auch dir ein schönes Wochenende bzw. was davon noch übrig ist.

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