Rex - my love, mein Auslandshund
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Veränderungen

Gestern wäre mein Papa 87 geworden und ich frage mich, wie wir den Tag wohl verbracht hätten, hätte er ihn noch erleben dürfen.

Seinen 75. feierten wir noch mit ca. 20 Leuten, nachmittags gab es Kaffee und Kuchen während einer Schiffstour, anschließend wurde in einem Lokal (ebenfalls am Wasser) zu Abend gegessen.

Einer seiner Brüder hatte seine Ankunft nebst Frau bereits für den Mittag angekündigt und meine Mutter war in heller Aufregung: "Oh Gott, oh Gott, was soll ich denn bloß mittags schon mit denen anfangen?"

Ich versprach ihr etwas vorschnell, die Sache zu übernehmen, denn nun kam auch ich ins Grübeln. Der Onkel ist Professor und war ein führender Kopf in der Katastrophenschutz-Abteilung der UN, war lange in der ganzen Welt unterwegs gewesen und hatte häufig mit Königs & Co gespeist.

Was um alles in der Welt setzt man so jemandem vor?

Da ich ja wusste, dass es den Tag über noch reichlich zu mampfen geben würde, entschied ich mich für eine der einfachsten Lösungen, servierte den beiden schwäbische Maultaschen in Gemüsebrühe und landete damit tatsächlich einen Volltreffer.

Noch auf Papas Trauerfeier schwärmte der Onkel mir von den Maultaschen vor und erzählte, dass sie so richtig auf den Geschmack gekommen seinen und inzwischen alle Fertigprodukte, die es so gibt auf dem Markt, ausprobiert hätten.

Wie ich hatten sie auf Selberwickeln wenig Lust und landeten ebenfalls bei Aldi Süd, dessen Maulis auch meine Favoriten sind.


Wie hätten wir den gestrigen Tag wohl in dieser nun so arg veränderten Welt verbracht?
Auswärts gegessen hätten wir mit Sicherheit nicht, sondern wohl im engsten Familienkreis bei mir gefeiert (um Muttern die Arbeit abzumehmen), obwohl ich mich zum wiederholten Male frage, ob das panische Verhalten rund um Corona nicht doch vielleicht weit überzogen ist.

Dieses Filmchen sah ich gestern in den Nachrichten, leider werden keine absoluten Zahlen genannt, aber zwei Dinge scheinen mir doch offensichtlich:

Erstens dürfte die Dunkelziffer der in Wahrheit Infizierten sehr hoch sein und zweitens scheint auch bei der Gruppe, für deren Schutz man das ganze Theater ja macht, die Zahl der schweren Verläufe kaum höher zu sein als beim Rest der Bevölkerung.

Gestern berichtete der Schauspieler und Musiker Tom Beck, wie er sich selbst infiziert und kaum Sypmptome hatte, dann seine Frau ansteckte, die soeben eine Grippe hinter sich hatte und nun deutlich mehr kränkelte als er selbst.

Vor zwei oder drei Jahren gab es allein in Deutschland geschätzte
25.000 Grippe-Tote, auch hier die Zahlen ebenso diffus, weil es keine Angaben gibt, ob die Menschen nun AN oder MIT Grippe im Leib starben, trotzdem muss die Frage erlaubt sein, warum damals nicht ebenso vor lauter Hysterie die Wirtschafft zerschossen wurde, oder?
Zumal es ja in diesem Falle längst eine gewisse Herdenimmunität und vor allem Impfungen gibt und trotzdem die Mortalität noch so hoch ist ...

Genug davon, nun lieber zu einer anderen Veränderung, die mir gestern Abend mal wieder sehr bewusst wurde.

Früher war mein Garten ja ein richtig kleines Paradies an Farben, Formen und Gerüchen.
Meine Schwägerin erzählte mir noch vor einiger Zeit, wie sehr sie das genossen habe, als sie das erste Mal (frisch aus Thailand kommend) bei uns zu Besuch war. So eine geballte Blütenpracht sei ihr zuvor noch nie begegnet ...
Tatsächlich hatte ich einmal selbst durchgezählt und kam in meinem Spitzenjahr auf 110 verschiedene Arten, die da gleichzeitig in voller Blüte standen, das sah schon wirklich hübsch aus.

Leider hatten da aber sowohl F. wie auch Rex etwas gegen - F., indem er nicht dafür sorgt, dass ich an Pergola und hinteren Fenstern noch Blumenkästen anbringen könnte, und Rex, na ja, weil er aufm Boden so gut wie nix überleben lässt.

Blühen gestattet er bis auf wenige Ausnahmen nur noch in luftiger Höhe, wo er beim besten Willen nicht drankommen kann, und einen dieser Fälle musste ich dann am Abend unbedingt im Bild festhalten:



Was da im Vordergrund so tiefrot leuchtet, ist offenbar ein Zauberglöckchen, von dem ich genauso wenig wie bei der Ramblerrose auch nur den Hauch einer Ahnung habe, wo es hergekommen sein könnte.

Den ganzen Winter über hatte ich mich gewundert, was denn da in dieser Schale, mit der ich einen von F. vor 20 Jahren angelegten, aber leider nie verarbeiteten Backsteinhaufen zu kaschieren versuche, wachsen mochte, bis ich es dann dank der Blüten bestimmen konnte.

Oberhalb davon steht gerade der Salbei in seinem großen Topf in voller Blüte, dahinter die hellen Spitzen der Harlekinweide.

Ich mag diese Farbkontraste, auch wenn sie leider dank der Handycam-Qualität nicht ganz so gut rüberkommen, wie sie wirklich aussehen.

Und auch bei mir selbst wird es gleich eine Veränderung geben, weil ich mein Äußeres etwas aufhübschen muss fürs Einkaufen, obwohl mich ja dank Maulkorb eh keiner mehr erkennt, es also eigentlich wurscht wäre, wie ich aussehe.

Morgen soll es süddeutschen Kartoffelsalat geben, also ohne Mayo, dafür mit Essig, Öl, Zwiebeln und einer Marinade aus Fleischbrühe mit Senf, dazu gehören zumindest bei mir zwingend gehobelte Gurke, Petersilie und Schnittlauch.

F. behauptete früher immer, er möge weder Huhn noch Kotelett, ich glaubte das einfach so und richtete mich beim Kochen danach, bis ich dahinterkam, dass er bloß zu faul ist, das Fleisch selber vom Knochen zu säbeln. Seit ich das für ihn übernehme, liebt er Kotelett über alles, zumal es ja auch sehr viel saftiger ist als ein Schnitzel, und um ebendies zu besorgen, muss ich gleich mal lostippeln.

Zum Nachtisch wird es dann gewürfelte Wassermelone mit etwas Vanilleeis geben - man gönnt sich ja sonst nix.

Habt einen schönen Samstag und ... bleibt gesund!
23.5.20 06:49
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lifeminder (24.5.20 05:33)
Hallo, Liebe "Rex-Mama"!

Den Vergleich zwischen Grippe und Corona scheue ich ein wenig, sind doch Heilmittel und Impfstoffe und Verläufe der Grippe absolut erkundet, anders hingegen beim Virus.

Sei dir sicher, du hättest mit deinen Lieben für einen großartigen Geburtstag deines Papas gesorgt. - Die Anekdote mit dem Herrn Professor ist - im wahrste Sinne des Wortes - köstlich.

Ich mag ja, frischgekocht sehr gerne. Aber von Zeit zu Zeit liebe ich auch Mal Fertigprodukte. Ob Pizza oder anderes Ungesundes Zeug, hin und wieder ist dies eine Sünde wert.

Auch ein Kotelett ist eine prima Sache. Übrigens auch Vanilleeis mit Wassermelone.
"F" ist wirklich ein pfiffiges Kerlchen - Steht das "F" vielleicht für Fuchs?

Du hast echt einen Magischen Garten.
Da fliegen Hexen und wachsen Zauberglöckchen, großartig.


Am meisten jedoch hoffe, das du deine Schreib-Magie nicht verlierst und uns hier auch weiterhin viele zauberhafte Blogeinträge und Leseerlebnisse bescherst.

Liebe "Petrosilius Zwackelman" Grüße
Vom lifeminder


"Rex-Mama" (24.5.20 07:06)
Eben, mein Lieber, das ist es ja, was mich so stutzig macht. Gegen Grippe gibt es Impfstoffe, die dank der ständigen Mutationen mal besser und mal schlechter wirken. Trotzdem kann die Mortalität in manchen Jahren ungeheuer hoch sein, warum also wurde darauf noch nie so hysterisch reagiert, wie es nun bei Corona der Fall ist?

Ja, schätze mal, dass die Koteletts recht lecker sein werden, zumal ich die Panade noch mit einigen Sesamkörnern angereichert habe, um sie bissl aufzupeppen. ;-)

Wünsche dir mit lieben "Nun-Kartoffeln-pellen-geh-Grüßen" einen gaaanz feinen Sonntag!

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