Rex - my love, mein Auslandshund
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Von Ruhesitzern, Planungen und Aua-Knöchskes

Danke für die gestrigen Kommentare, habe mich sehr darüber gefreut und mag den Austausch, wie er hier inzwischen stattfindet.

Mein lieber lifeminder, jep, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, Teile meiner Kindheit waren wahrlich so, wie man sie keinem Kind zumuten möchte.
Ich habe Jahrzehnte gebraucht, meinen Frieden damit zu machen und Stück für Stück aufzudröseln, wie es überhaupt zu den Dingen kommen konnte, die mir widerfuhren.
Im Grunde steckt da eine 100 Jahre währende Familiengeschichte hinter und jeder ist ja das Produkt aus seinen Genen und allen jemals gemachten Erfahrungen. Wenn man dies und vor allem sich selbst dann (wie meine Mutter) nicht hinterfragt, sondern das Ergebnis des Selbsterlebten einfach an anderen auslebt, kann das sehr böse enden.

Ich denke immer wieder mal darüber nach, aus all dem eine Art Familiensaga zu machen, angefangen in der Feudalzeit mit großem Reichtum, über Absturz dank der Weltwirtschaftskrise, den Auswirkungen der beiden Weltkriege, der Nazi- und später der moralisch-verkemmten Spießerzeit der Fünfziger- und Sechzigerjahre.
Natürlich müsste zu den belegten Fakten einiges an Fiktivem hinzukommen und vermutlich könnte da ein ganz ansehnlicher Roman entstehen, vorausgesetzt, ich fände Zeit und Ruhe dafür, fände die richtige Form (ob ich z.B. chronologisch vorginge oder zwischen den Zeiten hin und her springen würde) und hätte vor allem genug Puste, um mich an etwas so Langes heranzuwagen.

Die Einträge bis zu meiner Blogpause hatte ich angefangen abzuspeichern, weil ich auch da überlegte, ein Buch über Rex zu schreiben, wenn ich es schon bei Püppi nicht auf die Reihe bekommen hatte.

Unseren ersten Computer hatten wir uns bereits 1988 zugelegt, erst als wir Internet und später vor allem auch eine Flatrate hatten, kamen jeweils eigene Laptops hinzu, aber den großen Tower betrachteten wir nach wie vor als gemeinsames Gut.

Dann ging F. in den Ruhestand, wobei man in seinem Falle korrekterweise von einem Ruhesitzler sprechen müsste, denn seitdem verbringt er fast seine gesamte Zeit sitzend entweder vor dem PC oder dem TV.

Den "Großen" hat er komplett zu seinem gemacht, d.h. ich habe im Grunde daran nichts mehr zu suchen, es sei denn, er hat ein technisches Problem und braucht meine Hilfe.

Da ich aber meine Rex-Geschichten eben noch auf selbigem "Großen" gespeichert hatte, übernahm F. das dann - diese zwei Handgriffe waren für ihn offenbar leichter zu ertragen, als mich noch mal ranlassen zu müssen an nun ja ausschließlich sein Gerät.

Grins, lifeminder ... "F., der Gute", nicht wahr? *kicher*

Ich fürchte, Latschenkiefer und Dusche reichen für meine oftmals sehr überstrapazierten Knöchskes nicht so ganz aus, hier spürt man dann doch, dass man eben keine 35 mehr ist.

Ich mute mir wohl häufig einfach zu viel zu, aber einer muss es ja machen - das ist die Kehrseite, wenn man Haus und Garten hat und nicht so im Geld schwimmt, dass man für alles Leute kommen lassen kann.

Padernoster, ich kann nun wirklich nicht behaupten, dass ich Handwerkliches gerne mache, gibt schon allerhand, das mir mehr Spaß bereitet, auch mir wäre Spontanes echt lieber statt durchgeplanter Wochen - schön, wenn du das anders angehen und dein Leben nun genießen kannst. ;-)

Der Wecker, seuuufz, was habe ich dieses Mistdingen früher gehasst, während ich heute freiwillig meist wesentlich früher aufstehe, als das Teil jemals bei mir geklingelt hätte.
Die Betonung liegt auf "freiwillig", denn sobald man mich zu etwas zwingen will, kann ich schon sehr ungehalten werden ...

Nun noch zu Rex und Freilauf.
Nein, das geht leider gar nicht. Zwar hätte ich keine Bedenken, dass er mir abhauen könnte, dazu hängt er viel zu sehr an mir, aber ... er hat halt nach wie vor ein sehr angespanntes Verhältnis zu Artgenossen und würde auf jeden zustürmen ohne Rücksicht darauf, dass er das gar nicht dürfte.

Ich glaube nicht, dass er jemals wirklich zuzwicken würde, und Hunde können das in der Regel ganz gut unter sich ausmachen, aber da sind ja auch noch die Halter, von denen vermutlich viele in Angst und Schrecken geraten würden.

Mit Püppi waren wir in ihren Anfangszeiten mal auf den Rheinwiesen unterwegs, ich hatte sie abgeleint, denn bis auf einen Mann in vielleicht 300 Metern Entfernung war weit und breit kein Mensch zu sehen.

Was ich nicht ahnte, der Mann war gar nicht allein, sondern er pfiff nun nach seinen Kindern, was wiederum Püppchen als Aufforderung verstand. Sie stürmte los und direkt auf ihn zu, schätze, das fand er gar nicht so schön ...

Zum Glück parierte sie ja aufs Wort, kam auf mein Rufen umgehend zurück, aber von da an durfte auch sie nur ohne Leine laufen, wenn ich die Gegend gut überblicken konnte und wirklich niemand zu sehen war.
Meist war sie daran aber auch gar nicht groß interessiert, kam dann zu mir, drückte sich an mein Knie und signalisierte mir, dass sie wieder an die Leine wollte, die ja in Hundeaugen nichts anderes als der verlängerte Arm des Menschen ist.
Sie wollte also die direkte Verbindung zu mir spüren.

Von daher denke ich, dass es für Rex nicht weiter tragisch ist, dass er IMMER nur MIT Leine laufen darf. Zum Auspowern hat er ja dann eh den Garten.

Leider verhalten sich viele Hundehalter sehr viel rücksichtsloser.
Auch mir ist es nicht angenehm, wenn fremde Hunde auf uns zugestürmt kommen, weiß ich doch um Bubis Schwierigkeiten und aus meiner Hundeschisserzeit erinnere ich noch sehr gut, wie dolle manche in Panik geraten, wenn sie einen Hund ohne Leine sehen.

Ich bin der Meinung, meine Freiheit und die meines Hundes endet dort, wo die der anderen anfängt, und da unsere Gegend leider sehr dicht besiedelt ist und es auch sehr viele Hunde gibt, ist der Spielraum nicht besonders groß. Punkt.

Da fällt mir ein Film mit Robert Atzorn ein, den ich vor langer Zeit mal sah.
Er zog mit Hund auf eine einsame Berghütte und die beiden teilten dort oben alles, vor allem die schier unendliche Freiheit.
Leider habe ich mir den Titel nicht gemerkt und finde auch bei Tante Google nichts darüber, denn diesen Film würde ich wirklich gern noch einmal anschauen, glaube, auch ich könnte durchaus so einsam leben, na ja, vorausgesetzt, ich hätte auch mitten in der Pampa zumindest Internet, Bücher und Schreibzeug.

So, der Akku der Heckenschere lädt gerade, bis er voll ist, werde ich noch einige Eimer Erde schleppen gehen und hoffe mal, dass die geschundenen Knöchskes danach noch Lust auf Leiterklettern, Gerät-über-Kopf-Stemmen, Bücken, Fegen und Dreck-Eintüten haben.

Habt einen schönen Tag, macht es euch gemütlich, sofern das möglich ist, und ... bleibt gesund!
19.5.20 06:04
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


padernoser (19.5.20 15:45)
Hallo,

ich erlaube mir, wie meist ;-), nur auf Teil-Aspekte Deines Schreibens einzugehen. Aber ich habe immer Zeit genug, alles zu lesen.

Bei all dem Kommentieren ist mir "klar", daß vieles hier im "Unklaren" bleiben muß, und wie ich meine, auch soll. Ebenso will ich nicht alles und jedes kommentieren.

Ich verstehe meine "Bloggerei", wozu auch das "Kommentieren" gehört, als "freies Schreiben" ohne jede Verpflichtung. Heute war ich ganz stolz, meine - wie ich finde - außergewöhnlichen Fotos zeigen zu können.

Natürlich erreiche ich hier nur eine begrenzte Öffentlichkeit, aber das ist gut so, denn ich bleibe frei in meinem Tun und fühle mich zu nichts verpflichtet. Dennoch fragte ich mich schon oft, ob ich grundsätzlich bloggen soll.

Die Idee, etwas "Größeres" zu schreiben, hatte ich natürlich auch schon. Ich denke, wenn man einen "Stoff" hat, der einem auf der Seele brennt, dann kann man es versuchen. Allerdings, auch die Besten wurden und werden vom Zweifel befallen, man sollte seinen Tag genau strukturieren usw., das muß ich Dir nicht erzählen.

Vom Fotografieren weiß ich, daß aktuell tolle Fotos sehr schnell uninteressant werden. Vielleicht würde es mir beim Schreiben ebenso gehen. Läse ich meinen Text von "vorgestern", würde ich ihn wahrscheinlich für langweilig halten. ;-)

Das Thema "Gene" und "Milieu" hat schon oft für heiße Diskussionen gesorgt. Speziell was die "Gene" betrifft, sind wir ja noch nicht am Ende aller Weisheit. Andererseits, die Familie als "Präge-Anstalt" - wir werden bei der Geburt "ins Leben geworfen" und dann gilt es zu schwimmen. Zum Glück müssen wir nicht als kleine Schildkröten zum Meer rennen, während die gefrässigen Mörder schon warten. ;-)


Lifeminder (19.5.20 17:52)
Liebe Rex-Mama!

Das du nicht die leichteste Kindheit hattest, tut mir sehr leid. - Umso großartiger, dass du offenbar vor Lebenslust sprühst.

Wenn ein Hund in der Grösse von Rex auf mich kurs nehmen würde? Wie verhalte ich mich denn da am besten? Tot stellen. Ignorieren. Ich bin sicher meine Angst, Respekt, könnte ich nicht komplett vor dem Hund verbergen.

Zeichnest du denn heutzutage auch noch ab und zu?

Der Latschenkiefer kann dir vielleicht nicht die Knochen reparieren, aber nach einem harten Tag, gibts kaum was besseres um sein Leid zu mildern.

Mach weiter so!

Liebe Grüße voller Lebenslust
Vom lifeminder


"Rex-Mama" (19.5.20 19:28)
Ja, padernosder, die Freiheit ist mir ja auch ungeheuer wichtig, d.h. von außen lasse ich mir eh nichts aufs Auge drücken.
Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, ob ich ein so großes Projekt durchhalten könnte, zumal ich eh sehr zur Ungeduld neige.
Aber eigentlich ist es auch gar nicht so wichtig, mir fehlt ja zumindest vorläufig sowieso die Zeit für so was. ;-)

@lifeminder: Gezeichnet habe ich tatsächlich schon lange nicht mehr, mich dafür aber mit Acrylfarben versucht, ist aber auch eine Weile her.
Totstellen ist meiner Meinung nach tatsächlich das Beste, wenn unvermittelt ein Hund auf dich zukäme.
Versuchen, keine Angst zu zeigen, erstarren und ihn völlig ignorieren, dann wird ihm das schnell langweilig.

Habt einen schönen Abend, ihr zwei.

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