Rex - my love, mein Auslandshund
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Rezepte
  Gedichte
  FOTOS
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

   Rex hat Spaß mit seiner Nachbarin im Hundehotel
   Rex und sein stressiges Leben/YouTube
   Wissenswertes über die Sinne des Hundes
   Rex beim Stop'n Come/YouTube
   Rex, das Spielkind/YouTube
   Rex führt Herrchen Gassi/YouTube
   Rex, der Entenjäger/Youtube
   Rex und Queen

https://myblog.de/rex-my-love

Gratis bloggen bei
myblog.de





Danke schön, ...

... mein lieber lifefinder, für deinen Kommentar.

Vielleicht ist es ein wenig verwirrend, wenn ich manchmal von zwei verschiedenen Hunden erzähle, aber akutell habe ich nur einen, nämlich Rex.
Püppi hat mich bereits im Mai 2011 verlassen und ich komme so oft auf sie zurück, weil sie mir einerseits eine wirkliche Seelenfreundin war und ich es zum anderen selbst interessant finde, zu vergleichen und beobachten, wie sehr sich Hunde doch genau wie wir Menschen voneinander unterscheiden können.

Und nein, mein Sonntag verlief gar nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte, denn mein rechter Fuß meldete sich plötzlich.
An ihm hatte ich vor langer Zeit innerhalb eines Jahres gleich 4 OPs, durfte während der ganzen Dauer nicht auftreten und hatte dabei noch mächtig Glück, an einen erfahrenen Orthopäden geraten zu sein, der im Gegensatz zu anderen Ärzten sehr schnell feststellte, dass da neben dem Bänderriss, mit dem alles anfing, noch etwas anderes war.

Man hat damals gute Arbeit geleistet und meist habe ich keine Beschwerden, aber ab und zu meldet sich der Haxn dann doch, schmerzt für einige Tage und fühlt sich instabiler an als normalerweise.

Trotz sofort angelegter Gelendstütze konnte ich so natürlich keinen Gang mit dem starken Rex riskieren, also verbrachten wir viel Zeit spielend und lesend (Letzteres gilt natürlich nur für mich *g*) im Garten, untermalt von einem Anruf meiner lieben Freundin B. aus dem Dorf meiner Kindheit.

Dorf meiner Kindheit bedeutet, dass ich dort sehr viel Zeit und später sämtliche Schulferien bei Großonkel und -tante verbrachte. B. lebte auf dem Bauernhof nebenan, wir spielten bereits mit 4 Jahren miteinander, so wie wir alle Tage teilten.
Wir tobten draußen herum, halfen im Stall und bei der Feldarbeit, sammelten die Eier der Hühner ein, sprangen Seilchen und Gummitwist und am späten Nachmittag kamen immer alle Kinder und Jugendlichen der malerischen Anhöhe rund um die uralte Kirche zusammen, um gemeinsam Spinne zu spielen, ein Versteckspiel, bei dem der Sucher aus kleinen Hölzchen eine "Spinne" bauen musste, und bis er damit fertig war, stoben alle auseinander und sausten quer über die verschiedenen Höfe oder durch die schmalen Gänge, die es teilweise zwischen den Häusern gab.
Holzschuppen, Scheunen, Plumpsklos, Gärten, sogar der Kirchhof, nichts war vor uns sicher und - was für eine tolle Zeit - weder der Pastor noch die Anwohner hatten etwas dagegen, dass wir uns so selbstverständlich auf ihren Grundstücken tummelten und vor dem Sucher verbargen.
Wir durchstreiften die ganze Gegend, sammelten Veilchen für unsere Lieben und manchmal packten wir uns auch kleine Ruchsäckchen und gingen auf "Wanderschaft", meist noch ein paar andere Kinder im Schlepptau.

Offenbar war die Welt damals noch nicht so gefährlich wie heute und ich emfpand die Freiheit dort im Gegensatz zu daheim als grenzenlos, so wie ich auch alles andere genoss, egal, ob ich nun mit der Bauersfamilie am großen Tisch die Mahlzeiten teilte oder ob der Großonkel mich behutsam in Weltliteratur einführte. Oft saß ich am wuchtigen antiken Schreibtisch auf seinem Schoß, durfte - obwohl noch lange nicht in der Schule - die Buchstaben in ein Kreuzworträtsel einfügen oder "half" ihm bei der Arbeit ... er war Graphiker und Maler und bis heute habe ich den Geruch der Plakafarben in der Nase, wenn er ein Plakat anfertigte.

Eine herrliche Zeit, an die ich oft und mit einer gehörigen Portion Wehmut zurückdenke. B. und ich haben uns nie ganz aus den Augen verloren, gleich, wie weit wir voneinander entfernt wohnten.
Natürlich wurden meine Besuche seltener, nachdem meine dort lebenden Verwandten alle das Zeitliche gesegnet hatten, aber alle paar Jahre sahen wir uns trotzdem.

Übrigens gab es auch bei ihr auf dem Hof einen kleinen Mischlingshund, nämlich Flöckchen. Sein pechschwarzes Fell war mit weißen Pünktchen gesprenkelt, als sei er soeben in einen Schneeschauer geraten, ein drolliger kleiner Kerl, leider ein wenig zu keck.
Neben der Oma gab es auch deren Cousin im Haus, einen vom Schicksal gebeutelten Mann. Blind und dank riesigem Buckel und kindergelähmten Beinen konnte er sich nur ganz mühsam fortbewegen, saß die meiste Zeit zusammengekauert in seinem Sessel, half aber auch hier und dort, soweit es seine Möglichkeiten zuließen.
Dummerweise fand Flöckchen es sehr interessant, als er sich einmal im Freien erleichterte, und leckte ihn dort, wo Männer es - zumindest von Hunden - gar nicht so gern mögen.
Er war ein herzensguter Mensch, aber das ging denn doch zu weit. Flöckchen musste weg und ich habe bis heute keine Ahnung, was mit ihm geschah, wobei ich zugeben muss, dass mich das damals noch nicht dringend interessierte, denn die Tierliebe war mir ja nicht unbedingt in die Wiege gelegt worden.

Tja, und hier schlägt nun Corona zu.
B. und ich stellten fest, dass wir uns dringend mal wieder sehen müssten, aber da ist ja im Moment kein Denken dran.
Unser Bübchen müsste dann für einige Tage in sein geliebtes Hundehotel, aber auch da ist fraglich, ob dieses die Krise überhaupt überleben wird.

Und selbst wenn das der Fall wäre und man auch wieder reisen dürfte, wird es noch mal der Fall sein, dass man andere völlig unbefangen zur Begrüßung umarmen kann?

Ich habe so eine Ahnung, dass dieses verdammte Virus unsere Welt sehr viel stärker verändern wird, als wir uns das im Moment vorstellen können ...

Bleibt trotzdem gesund und genießt den Tag!
6.4.20 09:12
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lifeminder / Website (6.4.20 15:01)
Hallo, "Rex-Mama"!

Gut das du das mit Püppi noch einmal erwähnt hast. Jetzt habe sogar ich das verstanden.

Deine Ferienerlebnisse klingen toll. - Auch ich weiß, wie das Leben auf einem Bauernhof sein kann. Meine Großeltern mütterlicherseits waren Bauern. - Feldarbeit, Leben auf dem Hof. Etwas besonderes.

Es wäre interessant zu erfahren, wie du deine Tierliebe und im speziellen deine Liebe zu Hunden entdeckt hast? - Was wohl dafür der Auslöser war?

Das schönste an deinen Blogeinträgen ist für mich, man hat immer den Eindruck, durch deine lebendige Erzählweise, man erlebt mit dir den Eintrag.

Liebe Grüße
Vom lifeminder


"Rex-Mama" (6.4.20 15:47)
Das freut mich, wenn es so rüberkommt. *strahl*
Ja, das Landleben kann wirklich etwas Wunderschönes sein, vor allem, wenn es einen so tollen Zusammenhalt gibt, wie das bei uns der Fall war.
Sobald ich widerwillig nach Hause zurückgekehrt war, fing ich an die Tage zu zählen, bis ich wieder losfahren durfte ..
Schön, dass auch du solche Erfahrungen machen konntest.
Was mein Verhältnis zu Hunden angeht, schau bitte hier mal: https://rex-my-love.myblog.de/rex-my-love/archiveofmonth/2020/03/20
Dort hatte ich versucht, es noch mal kurz zu umreißen, wie sich das bei mir entwickelte, anfangs sogar eher gezwungenermaßen.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung