Rex - my love, mein Auslandshund
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Vom Vergnügen, mit F. im Baumarkt zu sein

So wurde es in den Kommentaren vermutet und ja, es ist wirklich das reinste Vergnügen.

F.s Lungenfunktion bewegt sich dank COPD deutlich unter 50%, d.h. er gerät bei jeder Kleinigkeit tatsächlich ganz schnell außer Atem, was ihn leider dazu veranlasst, sich so gut wie gar nicht mehr zu bewegen, statt den Atemapparat vor allem auch an frischer Luft zu trainieren.

Es hat ihm aber auch früher schon gereicht, seiner (bezahlten) Arbeit nachzugehen und daheim dann die Füße hochzulegen, was mir aber erst so nach und nach bewusst wurde, nachdem wir unser Häuschen bereits gekauft hatten, denn in meiner kleinen Mansardenwohnung, in die er einst mit eingezogen war, gabs ja nichts weiter zu werkeln.

Nichtsdestotrotz liebte er es schon immer, teure Werkzeuge aller Art anzuschaffen und an allen nur erkenklichen Orten zu horten.
Die winzige Küche meiner Wohnung bedachte er beispielsweise mit einem wuchtigen und hässlichen Hocker, auf dem ein Mordsschraubstock montiert war - einfach nur so, denn benutz wurde das Ungetüm nie.

Auch hier im Haus und den Nebengebäuden ist alles vollgepackt mit Werkzeug, Koffer verschiedenster Größen versuche ich überall wenigstens notdürftig zu kaschieren, denn eine Augenweide sind sie wirklich nicht und in die Garage würde ich mich selber niemals trauen hineinzufahren, weil es sich um Zentimeterarbeit handelt. Rund ums Auto ist alles höllisch eng, er zog sogar eine Art Zwischendecke ein und die Hintertür, die direkt in den Garten führt, ist seit vielen Jahren nicht mehr benutzbar, da sie durch sein Gedöns versperrt ist.

Aus diesem Grunde waren Baumarktbesuche für ihn immer wahre Highlights, er konnte dort Stunden verbringen, besah sich jedes Schräubchen in aller Ruhe und kaufte auch das ein oder andere, was mich immer ungeheure Nerven kostete, so dass ich es meist vermied, dabei sein zu müssen.

Einmal konnte ich es aber doch nicht verhindern, stand dumm im Gang herum, wartete mir die Beine in den Bauch, nur um es im nächsten Gang zu wiederholen und im übernächsten gleich noch einmal ...

Ich konnte sagen, was ich wollte, er fand einfach kein Ende und irgendwann hatte ich es satt, ließ mich einfach mitten im Gang auf den Boden fallen und setzte mich gemütlich im Schneidersitz zurecht.
Den Vorbeiwollenden teile ich schulterzuckend mit, ich könne einfach nicht mehr stehen und sie sollten sich bei Bedarf doch bitte an den da wenden. Dabei zeigte ich auf F., der rot anlief und es dann tatsächlich vorzog, mit mir den Baumarkt zu verlassen.

Na also, dachte ich, geht doch ...

An dieser Unbedingt-noch-was-gucken-müssen-Mentalität hat sich bis heute nicht viel verändert, deshalb bin ich immer froh, wenn endlich alles erledigt ist, sofern er nicht dank Corona eh im Auto wartet.

Heute werde ich es aber trotzdem noch einmal auf mich nehmen müssen, da ich ja die Mausefalle am Samstag vor lauter Türzubehör glatt vergessen hatte.

Macht nichts, so kann ich gleich noch nach Holzspachtel schauen, denn natürlich will ich die beiden obigen Türen nun auch gleich noch streichen, muss zuvor aber die alten Schraublöchlein irgendwie stopfen ...
Ich selbst hätte das gern vor dem Anschrauben der neuen Rosettenhalterungen erledigt, aber F. war der Meinung, die müssten unbedingt vorher dran - der Sinn entzieht sich mir, denn so habe ich es mit der Rolle deutlich schwerer und werde schauen müssen, wie ich damit klarkomme.

Rexibubi wird also nachher noch mal allein daheim die Stellung halten müssen, umso größer ist dann seine Freude, sobald ich die Haustüre aufschließe, und auch wenn ich auf dem Weg gleich noch Bettwäsche besorgen möchte, wird es nicht allzu lange dauern.

Heute soll es Schinkennudeln mit Eisbergsalat geben, weshalb ich nun in die Küche eilen muss, um schon mal alles so weit vorzubereiten, dass es dann nachher schnell geht - nicht, dass mir der arme Mann sonst verhungert.

Habt einen schönen Tag und ... bleibt gesund!
28.9.20 06:52


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