Rex - my love, mein Auslandshund
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Wie war das mit der Serie?

Ich scheine sie zurzeit echt abonniert zu haben, untersuchte eben schon meine Finger, ob daran womöglich etwas kleben könnte, aber - keine Sorge, sie sind blitzsauber und riechen auch noch gut, wie ich feststellen konnte.

Eigentlich war ich für die Handwerkersache gestern perfekt vorbereitet, die Spülmaschine war leer, auch drumherum alles geputzt und sogar F.s Mittagessen hatte ich schon auf einen Teller gefüllt, so dass ich es nur noch in die Mikrowelle schieben musste, ohne mir in der Küche noch einmal etwas einzusauen.

Da ich damit rechnete, einen guten Teil des Tages mit blöder Warterei verbringen zu müssen, mich also auf nix Größeres würde stürzen können, zog ich zumindest den wöchentlichen Putztag vor und kümmerte mich mit Sauger und Schrubber gleich noch um die Böden.

Wir haben entgegen dem momentanen Zeitgeschmack sehr viel robuste Teppichböden und auch noch Teppiche im Haus, wenn man keine Bodenheizung, dafür aber Haustiere hat, sehr von Vorteil, nur eben nicht, was die Haare angeht, die sie nun einmal verlieren.

Ich habe schon etliche Staubsauger durch, aber noch keinen erlebt, der sich darum wirklich verlässlich kümmern würde und da ich überhaupt keine Lust habe, mit einer Bürste aufm Boden herumzukriechen, habe ich mir eine Technik angewöhnt, die wirklich gut funktioniert.

Meist trage ich Hausschuhe mit Gummisohlen, und diese lassen sich hervorragend nutzen, um Hundehaare mit leichtem Druck ganz einfach zusammenzuschieben zu kleinen Häuflein, die sich dann locker mit dem Rohr einsaugen lassen, wenn man nicht eh einen Mülleimer in der Nähe hat und sie per Hand aufklaubt.

Für Letzteres war ich gestern zu faul bzw. eigentlich war es mein Rücken, der Bücken doof fand, also saugte ich, was das Zeug hielt, und da ich ja so viel Zeit hatte, war ich beim Zusammenschieben und auch mit Spinnweben, die ja immer auftauchen wie aus dem Nichts, besonders gründlich, so dass echt viel zusammenkam, zumal Büble grad im Fellwechsel steckt.

Ich habe meine feste Runde, gehe nach und nach von Raum zu Raum, als Letztes stand noch das Wohnzimmer an, ganz kurz überlegte ich, ob ich den Sauger wohl zwischendurch mal leeren müsste oder ob er den Rest noch packt, da geschah es, genau wie der Akku der Heckenschere am Samstag gab auch er von einer Sekunde auf die andere den Geist auf und so stand ich da, das Rohr noch in der Hand und guckte verdattert auf das nun so stille Gerät.

Hm, na gut, dann war das halt so, würde ich mich später neben dem Akku wohl auch noch um einen neuen Sauger kümmern müssen, wobei ich meinem kleinen "Dirt Devil" allerdings erst einmal bissl Zeit gab, sich von meiner Misshandlung zu erholen, denn offenbar hatte er meine Aktion ja so verstanden.

Eine halbe Stunde später das gleiche Ergebnis, obwohl er nun tipptopp geleert war, also machte ich mich an eine erste Recherche, wurde aber davon abgelenkt, als um zwanzig vor elf das Telefon klingelte.

Eine Männerstimme plauderte direkt in so lockerem und vor allem einnehmendem Tonfall los, dass ich einen Moment lang überlegte, ob mir da einer was verkaufen oder gar Telefonsex schmackhaft machen wollte, was aber (zum Glück? ) nicht der Fall war, sondern es handelte sich um den Monteur, der mir erklärte, dass er jetzt schon einsatzbereit sei, vorausgesetzt, ich sei gerade zu Hause.

"Wäre ich es nicht, könnten wir ja jetzt nicht miteinander reden", lachte ich und war natürlich liebend gern damit einverstanden, dass er sofort anrückte.

Nur fünf Minuten später stand er vor der Tür, ein ganz junger Mann von 24 Jahren, aber wirklich so nett, wie er am Telefon gewirkt hatte.

"Ich soll mich hier um ein ganz altes Schätzken kümmern, sagte man mir."

"Ja, ähm, also ... ich gehe mal davon aus, dass Sie jetzt nicht mich selbst meinen, oder?"

"Öhhhm ... nein, zumindest ist in meinen Unterlagen die Rede von einer Spülmaschine", antwortete er nun seinerseits breit grinsend und so führte ich ihn dann in die Küche.

Im Grunde ging die Sache dann fast aus wie das Hornberger Schießen, denn außer viel Gedöns kam so gut wie nix dabei heraus.
Zwar erkannte er das Problem sofort, tippte aber darauf, dass sich lediglich eines der Füßchen verstellt hätte, also musste er das Gerät noch nicht einmal hervorziehen, nur die untere Abschlussblende, die sich über die gesamte Küchenzeile zieht, musste abgeschraubt werden.

Was dann allerdings zu einem mittleren Schock meinerseits führte, denn das Ding saß 25 Jahre lang unverändert und wo auch immer der Staub darunter herkommen mag, er war extrem reichlich in einer dicken Schicht vorhanden.

Mit einem Schraubenzieher versuchte er sich hindurchzupulen, was mir ziemlich aussichtslos erschien, und so fragte ich, ob ich nicht erst mal kurz mit einem Lappen da ransollte.

"Staubsauger, das wärs, wenn Sie den mal eben holen könnten."

Hahaaaa!

"Der hat mir just vor einer halben Stunde den Geist aufgegeben", antwortete ich, "aber kleinen Moment bitte, dann hole ich mal rasch den großen von oben herunter."

Kurz darauf saugte er sein Ecken ab, machte sich dann ans Schrauben, während ich das Rohr übernahm und gleich unter den anderen Schränken für Ordnung sorgte.

So schafften wir beide ein Weilchen gemeinsam vor uns hin, bis er meinte, die Höhe nun genug ausgeglichen zu haben, und dann kam der, hm, eigentlich etwas traurigere Teil, denn es gibt tatsächlich für unsere Maschine so gut wie keine Ersatzteile mehr.

Mit so alten Gräten habe er persönlich eigentlich überhaupt noch nie zu tun gehabt, meinte er, die Leute würden die viel schneller austauschen, aber ... bei mir sähe man ja deutlich, dass es auch anders ginge, wenn man pfleglich damit umgeht, denn meine Küche sähe ja immer noch piccobello aus.

Und damit waren wir beim Thema Umwelt, denn ich erzählte kopfschüttelnd, was mir der Herdmonteur im letzten Jahr berichtete, was nämlich neue Geräte alles für zusätzliche Funktionen haben.

"Wozu dieser ganze Quatsch?", fragte ich, "kochen kann ich selber, da brauch ich keinen Ofen, der mir dies und das anzeigt, und erst recht keinen Thermomix, der mir dann alles komplett abnimmt, zumal ja auch immer mehr kaputtgehen kann, je mehr Schisselameng verbaut ist."

"Genauso ist das", gab er mir Recht, "da reden die alle so großartig von Umwelt und dann bauen sie doch so, dass es zwangsläufig nicht lange halten kann."

"Einen neuen Geschirrkorb haben Sie nicht mitgebracht für mich?"

"Nein, da war keiner da, aber ich schaue gleich noch mal im Internet nach."

Tatsächlich, von den unteren Körben ist nicht ein Exemplar mehr irgendwo vorhanden, lediglich von den oberen bekäme er noch 160 Stück angezeigt.

"Na, dann können Sie mir ja immerhin davon einen geben, denn meiner hat ja auch schon eine Roststelle, wenn auch nicht so gravierend wie beim unteren."

Ja, das wolle er so machen, ob er denn dafür dann extra noch mal kommen müsse oder ob sie den auch schicken könnten?

Na klar schicken, antwortete ich, kam erst nachmittags ins Zweifeln, als mir nämlich bewusst wurde, dass an diesem Korb ja der obere "Wasserpropeller" hängt.
Aber nun ist es eh passiert und ich werde hoffentlich entweder selber erkennen, wie man das austauscht, oder zumindest bei YouTube ein entsprechendes Video finden.

Dann fragte ich noch nach dem kleinen Keramikteil.

Ohhh, ja, so etwas habe er im Auto liegen, sei sich aber unsicher gewesen, was er damit überhaupt solle, er würde es dann mal holen gehen.

Kurz darauf stand er ratlos vor der geöffneten Maschine, überlegte, wohl erst einmal nachforschen zu müssen, wo das denn hingehöre.

"Das kann ich Ihnen sagen, da brauchen sie nix nachzugucken", zeigte ihm die Stelle an den Heizstäben, besorgte noch eine Zange, dann bekamen wir auch das gemeinsam hin.

Fakt ist, er hat noch nie eine Spülmaschine gesehen, in der Heizstäbe durch den Innenraum verlaufen, die neueren hätten alle eine "Heizpumpe", von der man als Benutzer gar nix zu sehen bekäme ...

Wieder so eine Verkomplizierung also, wie die Glühbirne beim Auto, die ja auch kein Mensch mehr selber austauschen kann.


Tja, bleibt mir nur noch, meinem braven Maschinchen das Gnadenbrot zu gönnen und sie zu benutzen, solange sie das noch mag, und immerhin hatte ich die Freude über den geretteten Nachmittag, weil um 12 Uhr schon alles erledigt war.

Und eines habe ich zufällig auch noch erfahren, nämlich den Originalpreis für den oberen Korb, den ich neben allem anderen nun von der Versicherung bekomme.

Kurz vor unserer Verabschiedung hatte mich der nette junge Mensch nämlich vorsichtig gefragt, ob wir denn über so etwas wie eine E-Mail-Adresse verfügten.

"Na sicher doch", sagte ich schon wieder grinsend, "nur weil ich meine Großgeräte mit Respekt behandele und keine Ressourcenverschwendung mag, heißt das ja nicht, dass wir in anderen Bereichen nicht mit der Zeit gehen."

Eine halbe Stunde später rief er dann noch einmal an, ja, ähm, ich solle keinen Schrecken bekommen, bei der Weitergabe der Daten bzw. dem Versand der Bestätigungsmails habe sich was überschnitten, da sei nun eine Rechnung über rund 90 Euro für den Korb bei, die ich um Gottes Willen aber nicht bezahlen solle.

Was ich natürlich auch nicht tun werde ...

Am Abend trudelten dann noch Fotos ein aus Mecklenburg, der Schweiz und von Malle und besonders die Letzteren betreffend sagte ich tief befriedigt zu F.:

"Boah, was meinste, was die für einen Riesenfrust kriegen, wenn die von da nach hier zurückkommen in dieses arschkalte Matschwetter. Das bleibt uns so ganz ohne Urlaub komplett erspart, also alles richtig gemacht."

Und soeben gabs einen weiteren Grund zur Freude, denn bevor ich mich endgültig für einen neuen Staubsauger entscheide, wollte ich den alten sicherheitshalber noch mal antesten und siehe da, ... er läuft, als sei nie was gewesen.

Habt einen schönen Tag und ... bleibt gesund!
3.8.21 08:32


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