Rex - my love, mein Auslandshund
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Der Mensch aus Hundesicht

Natürlich werden wir nie wissen können, was Hunde wirklich über uns denken, denn sie sprechen ja nicht darüber, trotzdem sollte man aber immer versuchen, sich in sie hineinzuversetzen und das eigene Tun von ihrer Warte aus zu betrachten.

Seit ich mit Hunden zusammenlebe, habe ich mir angewöhnt, mich selbst viel aufmerksamer zu beobachten und zu steuern, was dann letztlich oft auch Auswirkungen auf das Zusammenspiel mit anderen Menschen hat.

Beispiel Gewitter: An sich empfinde ich eine Hassliebe für sie, das Naturschauspiel der zuckenden Blitze fasziniert mich, nötigt mir aber auch gehörigen Respekt ab, weil sie nun einmal gefährlich sind.

Brach mir früher durchaus mal Angst- oder Aufregungsschweiß aus, gelingt es mir nun, dies komplett zu unterdrücken, denn der Hund würde es riechen und damit würde sich seine Reaktion bzw. Angst noch verstärken.

Dass das Zauberwort Normalität heißt, wurde mir wieder so richtig bewusst, als meine Nichten am Freitag begeistert von dem Gewitter erzählten, das wir bei meinem letzten Besuch gemeinsam erlebten.

"Pie-ss-aa-u, du hast der kleinen Angstnudel das Gewitter ja einfach weggeschmust", sagte die Größere über die Kleinere, "das war so toll, denn die hat ja gar nicht mehr gemerkt, dass überhaupt Gewitter war."

Das war der springende Punkt, dass es nämlich bei Kindern und Hunden ganz ähnlich funktioniert - kurz das Gefühl vermitteln, ich bin da, beschütze dich, du kannst dich geborgen fühlen, dann aber Ruhe und Normalität vermitteln, so tun, als sei gar nichts Besonderes, gestern Abend auch bei Rex wieder gut zu beobachten.

Ein Unwetter kam rasch näher, traf uns zwar nicht direkt, aber die Donner waren doch sehr laut. Ich saß auf dem Sofa, stopfte Zigaretten, mir gegenüber F. im Sessel.

Rex suchte, wie ich es ihm beigebracht habe, meine Nähe, setzte sich aufrecht am Ende des Tisches vor die Couch, hechelte stark.

"Alles in Ordnung, mein Büberl", damit hätte es gut sein können, wenn jetzt nicht F. angefangen hätte, ununterbrochen auf ihn einzureden.

"Musch di doch ned uffregge, neiiin, reg di ned uff. Neiiiiin, musch di ned uffregge ..."

Ständig wiederholte er die Sätze, so als habe die Platte einen Sprung.

"Nu komm doch mal her zu mir. Neiiin, ned uffgegge."

Rex tat einen Teufel, seine Position zu verändern, sondern blieb bei mir, hechelte allerdings jetzt immer stärker, bis ich mir das nicht mehr mit angucken konnte.

"Merkst du gar nicht, was du da machst?", fragte ich F.

"Du sagst ständig Nein zu ihm, obwohl er sich doch absolut richtig verhält, und mit diesem ständigen Wiederholen machst du ihn immer unsicherer."

Daraufhin stellte F. seine sicher gut gemeinte, aber kontraproduktive Tirade ein, Bubi schaute mich fragend an, ich sagte: "Es ist alles in Ordnung, mach Platz", prompt legte mein Hund sich hin und wurde nun zusehends ruhiger.

Das ist es, was ich mit sich selbst beobachten meine. Ein Hund kann doch mit doppelter Verneinung nichts anfangen, sondern hört nur das Nein, das ihm das Gefühl gibt, etwas falsch zu machen, obwohl er genau das Richtige tut.

Muss nicht sein, oder?

9.8.17 10:45
 


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mausfreddy (9.8.17 22:01)


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