Rex - my love, mein Auslandshund
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Mal sehen, ob etwas so Profanes ...

... wie das Schreiben überhaupt noch funktioniert, nachdem ich die ganze Woche den Dreck anderer Leute abgekratzt, weggeschrubbt oder sonst irgendwie beseitigt und schwere Kisten und Säcke durch die Gegend gehievt habe.

Gestern durfte ich bespielsweise den Schmodder von Jahren aus einem Waschmaschinengummi mühsam entfernen ... bäh, ekelig und wahrlich alles andere als Zuckerschlecken; dieser ganze Job ist schon ein sehr, sehr harter und überdies nur auf unterstem Niveau bezahlt.

Während ich dann da so auf dem Boden und in Backöfen herumkrieche und unbehandschuht die Verkrustungen abkratze - mangels Licht ist man gezwungen, den Dreck mit nackten Fingern zu ertasten, weil man ihn ja nicht sehen kann -, halte ich mich psychisch über Wasser, indem ich mir ständig sage, gleich stehst du auf und gehst einfach. Und in mir drin tummeln sich Gedanken wie ... ziemlich schade um deinen Kopf, der ja (in aller Bescheidenheit ) durchaus zu anderem in der Lage wäre, als Hände und Körper dazu anzuleiten, sich systematisch kaputtzumachen. 

Na ja, noch halte ich durch, wenn ich auch morgens nur noch mit größtem Widerwillen aufstehe und das erste Wort, das mir in den Sinn kommt, NEIN ist. Ich fühle mich völlig zerschlagen und habe ja auch hier noch jede Menge zu tun, auch wenn F. mir immerhin einiges abgenommen hat. Altersmäßig merkt man halt doch, wie Begriffe wie Mindesthaltbarkeits- oder gar Verfallsdatum eine neue Bedeutung bekommen.

Unser Bübchen kommt mit der Situation auch nicht besonders gut klar. Er frisst nicht richtig und freut sich natürlich immer ein Loch in den Bauch, wenn ich heimkomme, möchte dann gleich mit mir toben, aber mir fehlt schlicht die Kraft dazu, ich muss mich schon quälen, überhaupt nur die zwei Stufen bis zur Haustür zu schaffen, so kaputt bin ich.

Heute nun wäre der erste Tag gewesen, an dem ich mal wieder hätte ausschlafen können, aber blöderweise waren ab dem frühen Morgen Gewitter angekündigt.

Ich habe keine Ahnung, ob Rex heimlich den Wetterbericht gelesen und sich aufs Angsthaben eingestellt hatte oder ob er tatsächlich in der Ferne Donnergrummeln hörte, das wir nicht mitbekamen, auf jeden Fall begann er ab Punkt sechs Uhr Theater zu machen, kratzte und sprang so lange an der Schlafzimmertür herum, bis er sie offen hatte. Zack, war er auf meinem Bett und das wars dann endgültig mit Schlafen.

Umso mehr Zeit zum Rauchen, auch so ein Mist, grrrr...

Zuvor hatte ich mir wirklich Mühe gegeben, diese ungute Angewohnheit etwas einzuschränken, aber nun, wo ich ständig weiß, gleich kannst du wieder für etliche Sunden gar nicht, da ziehe ich mir vor und nach der Arbeit umso mehr davon rein, nicht gut, aber auf der anderen Seite kommen einem dann auch so Gedanken wie ... lohnt es sich denn überhaupt noch, auf ein solches Leben Wert zu legen?

Ich weiß, so etwas sollte man nicht denken, und so packe ich mich ja auch immer wieder selbst am Schopfe und ziehe kräftig daran. Gestern Abend bin ich sogar noch für ein Stündchen rüber zu den Nachbarn, die in großer Runde im Freien saßen, merkte aber bald, dass es keinen Sinn machte, weil ich einfach zu müde war.

Aber immerhin war ich doch lange genug drüben, um einen Vorfall mit Bailey mitzubekommen, der schwarzen Schäferhündin meiner Freundin, die auf dem Gelände herumstromerte.

Plötzlich ein Aufschrei, wütendes Aufbellen, Knurren, Tumult ... ein Gast, der den Hund kaum kennt, war aufgestanden und auf seinem Weg zur Hütte über Bailey gestolpert, die sich natürlich spontan angegriffen fühlte und entsprechend reagierte.

Zum Glück saß ihr "Herrchen" direkt daneben und konnte sie sofort packen, so dass nichts weiter passierte, aber das hätte auch anders ausgehen können.

Das Schicksal aller schwarzen Hunde, die sich allzu gerne mitten in den Weg legen. Sie wissen ja nicht, dass sie schwarz und somit im Dunkeln fast unsichtbar sind, und vermutlich können sie sich gar nicht vorstellen, wie viel schlechter die Sinne bei uns Menschen im Gegensatz zu den ihrigen ausgeprägt sind, denn ein Hund würde einen Artgenossen oder jedes andere Hindernis natürlich sofort bemerken.

So, und nun muss ich loslegen und einiges von dem aufholen, was während der Woche nicht machbar war.

Wünsche euch schöne Pfingsttage!

 

3.6.17 09:35


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