Rex - my love, mein Auslandshund
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Ja, wir leben noch ... :-)

Nun ist es schon über zweieinhalb Monate her, dass ich mir das Blogschreiben regelrecht aus dem Herzen riss.

Ich hatte es mit Leib und Seele getan und verspürte selbst große Freude daran, ab und zu einmal zurückzublättern und nachzulesen, welch große Fortschritte ich mit Rex gemacht hatte, und aus vielen Mails weiß ich, dass es für so manchen zur lieben Gewohnheit geworden war, beim Morgenkaffee erst mal nachzuschauen, was bei Bubi so los war am vergangenen Tag.

Es tut mir leid, dass auch ihr euch dann umgewöhnen musstet, und ich möchte mich an dieser Stelle für die zahlreichen lieben Zuschriften bedanken, aber irgendwann war einfach der Punkt erreicht, an dem ich von dem, was hinter den Kulissen ablief, völlig entnervt war.

Natürlich ist dies ein Hundeblog, aber nachdem unser ganzes Land mehr und mehr ins Trudeln geriet, konnte ich mich unmöglich auf ein wenig seichtes Blabla beschränken, während sich in meinem Kopf die Gedanken jagten.

Und dann geschah das, was symptomatisch war und teilweise auch immer noch ist für dieses Land: Wage dich eigene Gedanken oder gar Kritik zu äußern, dann kannst du Gift drauf nehmen, dass alsbald jemand mit Keulen auftaucht, der sich einer vermeintlichen geistigen Elite angehörig und sich moralisch überlegen fühlt und nun versucht, seine ideologischen Annahmen jedem ständig um die Ohren zu hauen, nach dem Motto: Meinungsfreiheit ist prima, solange deine Meinung sich mit meiner deckt.

Man rechtfertigt sich einmal, man tut es zweimal, vielleicht sogar zehnmal, aber irgendwann fragt man sich bei jedem Satz, bei jedem Wort, das man schreibt, kann ich das so stehen lassen oder muss ich dann wieder mit ellenlangen Mailwechseln rechnen?

Ein Beispiel: Ich hatte schon Monate zuvor immer wieder gelesen, was Frauen in den Flüchtlingsunterkünften so passierte, und ich stellte die Frage, was geschehen würde, wenn dieser Typus Mann dann später in großer Zahl auf unseren Straßen unterwegs sei.

Sofort kam die Keule ... wie ich mich denn nur wagen könne, so etwas anzudeuten, ich verlinkte ähnliche Artikel wie

diesen hier und musste mir dafür viel anhören, egal ob über rechte Verschwörungstheorien oder "bedauerliche Einzelfälle".

Inzwischen hat Silvester stattgefunden, die Vorfälle häufen sich, die Bürger bewaffnen sich, weil das Vertrauen in unsere Behörden schrumpft, und die AFD erhält stetigen Auftrieb.

Genau vor dieser Entwicklung warnte ich damals und bekam dafür mächtig auf die Mütze - es passte eben einfach nicht ins sozialromantische Weltbild.

Ich sprach von "symptomatisch", weil eben das, was mir geschah, überall stattfand. Ich beobachtete bei Facebook, wie sich so mancher ebenfalls zurückzog, einfach müde, ständig missverstanden und in die rechte Ecke geschoben zu werden.

Und wie dies im Großen funktionierte, tritt ja inzwischen immer mehr zu Tage, so dass ich dazu nichts mehr sagen muss ...

Nun aber zu Rex:

Ihr habt wahrlich viel verpasst, schöne Erlebnisse, lustige, aber auch so manches, das mein Blut in Wallung brachte.

Ein Beispiel für Letzteres war mein Geburtstag. Eine Nachbarin hat ja am gleichen Tag und gemeinsam feierten wir in unserer Partyhütte hinein.

Zu dieser Zeit war unsere Treppenabsperrung bereits Geschichte und Rex hatte oben im Flur seine Decke liegen. Natürlich hatte ich die beiden Zimmertüren fest verschlossen, fand sie nun aber bei einem meiner vielen Kontroll- und Tröstgänge geöffnet vor.

Eine Dreiviertelstunde später erschien ich wieder in der Partyhütte und wurde empört gefragt, wo ich denn so lange gesteckt habe, man hätte mich schon holen kommen wollen.

"Ich hab mal eben die Betten bezogen", sagte ich und erntete dafür fassungslose Gesichter.

Zum Glück hatte ich nämlich die Schlafzimmertür nicht nur wieder geschlossen, sondern auch mal hineingeschaut und war gleich über die Bescherung gestolpert. Rex hatte unser beider Bettdecken bepinkelt.

Grrr..., also hieß es neues Bettzeug hervorkramen (Gott sei Dank habe ich genug davon), alles umbeziehen und die Waschmaschine anwerfen. Gleichzeitig verrammelte ich die Türen so, dass er keine Chance mehr hatte, sie zu öffnen.

Beim nächsten Besuch stellte ich dann fest, dass er nun sein eigenes Bett oben bepisst hatte. So was tut kein normaler Hund, aber Rex ist eben doch etwas anders.

Immerhin hatte ich ihm einige Tage zuvor ein Kissen spendiert, das ich nun einfach wegwerfen konnte, seine Decke darunter war verschont geblieben.

Der Rest des Abends bzw. der Nacht - denn es zog sich dann doch bis halb sechs morgens hin und die Waschmaschine lief ununterbrochen - war wunderschön. Um Mitternacht bildete die ganze Truppe einen Kreis um uns beide und sang uns ein Ständchen. Neben dem eigentlichen Geschenk bekamen wir jeder einen handgefertigten Fotokalender, speziell auf uns zugeschnitten und einfach nur schön, so schön, dass ich jetzt noch Gänsehaut bekomme. :-)

Weihnachten verbrachte Bubi wieder im Hundehotel, weil wir zu meinem Bruder fuhren, wo wir herrliche Tage mit den Kindern erlebten.

Und wieder verlief sein Aufenthalt dort ganz wunderbar, schon beim Ankommen war es klar ersichtlich, wie wohl er sich dort fühlt, denn kaum waren wir aus dem Auto ausgestiegen, zog er schon zu dem Haus hin, in dem sich auch beim ersten Mal sein "Appartment" befunden hatte.

Nicht nur wir, sondern auch die Hotelbetreiberin freute sich ein Loch in den Bauch: "Na, das nenn ich doch mal ein positives Feedback!", sagte sie.

Ende März, genauer gesagt in der Woche vor Ostern steht schon sein nächster Urlaub an, denn dann müssen wir uns noch einmal alle im Schwarzwald treffen, weil wegen des Todes meiner Mutter noch einige Dinge zu erledigen sind.

Ihr Tod, seufz, nein, abgeschlossen habe ich mit diesem Thema noch lange nicht und es war tatsächlich ein herber Einschnitt für mich, als der Blog auf einmal wegfiel und ich somit eines Ventiles beraubt war, das mir zuvor geholfen hatte, meine diesbezüglichen Gedanken ein wenig zu sortieren.

Noch immer habe ich eine große Kiste mit ihren persönlichen Papieren stehen und Dingen, die sie aufhob, weil sie an ihnen besonders hing. Es kostet mich jedes Mal große Überwindung, den Deckel zu öffnen und wieder einen Stapel zu sortieren, aber irgendwann werde ich auch damit fertig sein.

Unsere neue Haustür haben wir inzwischen auch und sie sieht verdammt gut aus, die viele Arbeit im Vorfeld hat sich also gelohnt, zumal ich mich nun auch deutlich sicherer fühle.

Apropos Sicherheit, die Tage geschah etwas, das ich der Einfachheit halber mal einfach hierher kopiere:


"Gerade war ich mit meinem Kuchen zugange, als ich hörte, wie Rex im Garten sehr wütend zu bellen begann.
Huch, was hat er denn, dachte ich und ging mal lieber nachsehen.
Er stand am Gartentor und warnte drei junge Männer, die gerade dabei waren, unseren Anhänger zu besteigen (von dessen Elektrokabeln sich ja erst neulich wohlmeinde Mitbürger ein Stück rausgeschnitten hatten).
Nun fragte ich einigermaßen höflich nach, was sie dort zu tun gedächten, und bat sie gleichzeitig, unser Grundstück zu verlassen.
Ratlose Gesichter, aber als ich Anstalten machte, das Gartentor zu öffnen, um Rex rauszulassen, kam Bewegung in die Sache.
Einer hob abwehrend die Hände und nun verkrümelten sie sich laut palavernd.
Ich rief ihnen auf Arabisch ein freundliches Dankeschön hinterher und Rex bekam nun doch zu spüren, dass Weltknuddeltag ist.

Freunde von uns im Haus gegenüber haben einen Yorkie - ob sie mit ihm wohl den gleichen Effekt erzielt hätten?"

Braves Bübchen, oder? :-)

So, und damit genug für heute. Ich denke, dass ich mich nun öfter mal wieder hier melden werde, und wünsche euch allen nachträglich noch ein gutes und vor allem friedliches neues Jahr!
24.1.16 11:18


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