Rex - my love, mein Auslandshund
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Das Geschäft meines Lebens

Die ganze letzte Woche war ich ja immer wieder damit beschäftigt, meine Schränke auf den Kopf zu stellen, Sachen auszusortieren, zu waschen, zu bügeln, alles herzurichten, einen meiner Kleiderständer abzuräumen und zu zerlegen usw.

Nebenher bestückte ich Kartons mit Büchern, schleppte diese nach unten und schließlich über die Straße, ganz nebenbei schleifte ich zehn Kilo Kartoffeln her und verarbeitete den größten Teil davon zu Salat, alles für unseren Garagentrödel.

Am Samstag sprang ich um sechs Uhr morgens aus dem Bett, hüpfte in die Wanne, stylte mich ein bissl auf, begann meine Schätze nach gegenüber zu transportieren, wo etliche unserer Nachbarn ebenfalls schon fleißig waren.

Wir hatten drei Garagen zur Verfügung, den Platz davor, den U.s Mann noch am Tag zuvor mit einem Dach versehen hatte in der Art eines riesigen Carports, dazu kam noch das Gelände neben den Garagen, alles stellten wir voll mit Tischen aller Art, mit Ständern und natürlich Kisten und Kartons. Kurz gesagt, es sah aus wie auf einem richtigen Flohmarkt, schön bunt und vielfältig und natürlich konnte jeder bei uns auch ein Käffchen bekommen, alles untermalt von Musik aus einer großen Anlage.

Um zehn vor zehn musste ich dann alles unterbrechen, weil wir ja für zehn Uhr mit der Trainerin verabredet waren, also nur schnell Schuhe gewechselt, Hund und Mann geschnappt und los gings in Richtung Wiese am Turm.

B. war schon dort, übte mit ihrem eigenen Hund, wir begrüßten uns kurz, ich stellte ihr F. vor und gleich schnappte sie sich Rex, um erst einmal selbst eine Runde mit ihm zu drehen.

"Ui", meinte sie, "du hast was getan, ich meine, es klappt schon besser als vor zwei Wochen."

Ich strahlte natürlich über das ganze Gesicht und beobachtete dabei F.s Reaktion, als er zusah, wie B. mit Bubi mehrfach direkt an einem anderen Hund vorbeimarschierte, der ebenfalls zum Training erschienen war.

F. staunte nicht schlecht, wie gut und selbstverständlich sie unseren Rabauken im Griff hatte, und bekam die Leine dann seinerseits in die Hand gedrückt. Dann begann das Gleiche wie bei mir damals, B. schaute ihm zu, korrigierte ihn, gab ihm Anleitung, wie er es besser machen kann.

Auf einmal war es vorbei mit der Ruhe, Bubi wollte loslegen, F. kam schlecht damit klar, B. übernahm noch einmal und ... hihi ... hatte nun selbst Probleme mit Bübchen, weil er so gar nicht spuren wollte.

"Meine Güte, was bist du für ein sturer Hund", sagte sie zu ihm und ich muss gestehen, dass ich fast ein wenig befriedigt war, dass auch sie als Profi es nun mal so richtig zu spüren bekam, womit wir uns seit Monaten herumquälen.

Zu ihrer Ehrenrettung muss ich allerdings dazusagen, dass sie die Situation natürlich dann doch schneller retten konnte, als dies bei uns immer der Fall war, wobei die Arbeit der letzten Wochen aber wirklich Früchte trägt, heute Morgen kam ich sogar supergut mit ihm klar.

B. bestätigte dann noch meine bisherigen Erkenntnisse, dass Rex nämlich ein sehr intelligenter Hund mit einer raschen Auffassungsgabe ist, der ungewöhnlich schnell lernt und umsetzt, das allerdings nur, wenn er auch Bock darauf hat.

Von daher lag ich also wohl genau richtig in der Art und Weise, wie ich von Anfang an mit ihm umging, tägliches Training, immer wieder neue Herausforderungen und natürlich ständiges Wiederholen des Erlernten.

Im häuslichen Bereich ist das Tier, das vor gut fünf Monaten hier ankam, ja tatsächlich nicht wiederzurerkennen und auch draußen gibt es spürbare Fortschritte, so dass ich frohen Herzens sagen kann: Die viele Mühe hat sich gelohnt!

An diesem Wochenende mutete ich ihm wirklich viel Hektik und Unruhe zu. Die meiste Zeit war ich abwesend, kam aber ständig kurz herüber, um aufs Klo zu gehen oder noch irgendetwas zu holen, also Tür auf, Tür zu, und das am laufenden Band.

Rex nahm das alles sehr gelassen hin - blöd war, dass ich ja die ganze Zeit schräg gebenüber von unserem Haus war, d.h. er hörte meine Stimme immer wieder, hörte mich vor allem häufig laut lachen und stellte sich dementsprechend oft an den Fensterbänken hoch, um herauszukriegen, was da vor sich ging, und um einen Blick auf mich zu erhaschen.

Eigentlich darf er das nicht an den Fenstern, aber ich muss ihm zugute halten, dass er es sehr behutsam machte, zwar war einiges verschoben, aber er riss nichts herunter, all meine Pflanzen und die Deko überlebten, abgesehen von einer einzigen Austernschale, die zu Bruch ging, aber das war nicht weiter tragisch.

Und damit zurück zum "Geschäft meines Lebens": 

Nach einer Woche Arbeit und zwei Tagen als Flohmarktbestückerin vor Ort konnte ich einen Gesamtumsatz von 13 Euro verzeichnen, 6 davon verballerte ich gleich wieder, indem ich selbst etwas bei meinen Nachbarn kaufte, weitere 8 haute ich als Beitrag für den gemeinschaftlichen Grill-Einkauf aufn Kopp, weitere 8 hatte ich für Salat und Zutaten ausgegeben, so dass ich unterm Strich also ein sattes Minus von 9 Euro gemacht habe, aber ... selten hat sich ein Minus soooo für mich gelohnt, denn wir hatten so viel Spaß, dass ich nachts im Bett lag und immer noch am Lachen und Grinsen war.

Da mag unser kleines Sträßchen auch noch so sehr verkehrsbelastet und laut sein, da mag das Chemiewerk in unserer Nähe noch so stinken, um nichts in der Welt würde ich diese Nachbarschaft noch einmal aufgeben wollen. Im Laufe der Jahre haben sich hier so tolle Menschen zusammengefunden - alle sind unterschiedlich, aber doch ist allen gemein, dass sie tolerant sind, aufgeschlossen, äußerst witzig und schlagfertig und bei allem ungeheuer lieb und herzlich. Eine grandiose Truppe haben wir da beisammen und da in fast jedem Haushalt mindestens ein Hund herumspringt, ist auch in dieser Hinsicht für viel Toleranz und Verständnis gesorgt, denn für Hundehalter ist es ja nicht gerade vergnüglich, wenn ihre Nachbarn ständig herumnörgeln, weil das Tier mal gebellt hat oder so ...

Obwohl es immer wieder mal regnete und recht kalt war, saßen wir unter dem Garagenvordach wunderbar trocken, grillten und feierten bis spät in die Nacht, Hunde und Kinder waren längst in den Häusern verschwunden, so dass dann auch die nicht nicht so ganz jugendfreien Themen zur Sprache kommen konnten- wirklich sehr vergnüglich alles. Gestern hielten wir dann nur noch bis kurz vor neun durch, weil ja heut der Alltag wieder Einzug hielt, aber es ist vorprogrammiert, solche Aktionen werden wir nun sicher öfter mal starten, es war einfach nur schön und uns allen wird dieses Wochenende in superguter Erinnerung bleiben.

So, und nun muss ich mich erst einmal durch meine übriggelbiebenen Berge kämpfen, einen Teil der Klamotten versuche ich gleich im hiesigen Secondhandshop an den Mann zu bringen bzw. in Provision zu geben. Ich liebe diesen Laden und mache auch selbst dort immer wieder feine Schnäppchen, das spart zum einen gehörig Geld und zum anderen finde ich es absolut unsinnig, wenn man sich ständig neue Klamotten kauft und die alten wegwirft, obwohl sie oft noch kaum getragen und prima in Schuss sind. Oftmals handelt es sich einfach um Fehlkäufe oder die Leute sind schlicht "herausgewachsen" - eine Schande, dann so achtlos mit den knappen Ressourcen auf dieser Welt umzugehen. 

Wenn ich hier wieder Luft habe, muss ich langsam anfangen mir Gedanken zu machen, wie ich das nächste Woche mit dem Besuch meiner Freundin regele, schlafen, essen usw.

Irgendwie geht gerade nichts seinen geregelten Gang. Am Freitag wird F. geschäftilich nach Hamburg fahren und dort auch übernachten, so dass ich einplanen muss, mich auch abends sowie am Samstag allein um Bubi kümmern zu müssen. 

Am Dienstag hat F. Geburstag, d.h. ich werde am Montag neben dem Vorkochen für abends auch zwei Kuchen backen müssen, einen für die Firma und einen für uns - gut dass der Flohmarkt nun vorbei ist, jetzt kann ich mich mit voller Power darauf stürzen, wie ich das alles organisiert bekomme ... sofern Rex mich lässt, denn gerade unterbrach er mich erneut beim Schreiben, wurde unruhig, bedrängte mich, aber zum Glück bin ich nach den Durchfallerfahrungen der letzten Woche ja nun schlauer geworden, also schnappte ich mir sofort Leine und Hund und zog noch einmal mit ihm los.

Tatsächlich, obwohl er morgens schon "geliefert" hatte, musste er noch einmal große Geschäfte erledigen. Wieder etwas weich und so langsam beschleicht mich der Verdacht, dass dies mit den großen Rinderohren von Fressnapf zusammenhängen könnte.

Meist bekommt er die billigeren und kleineren Schweineohren vom Discounter, die mag er gerne und es gab noch nie Probleme mit der Verdauung.

Ich muss es unbedingt im Auge behalten, ob da ein Zusammenhang bestehen könnte.

Grrrr ... und Müll umpacken muss ich auch noch. F. hat gestern vergessen, die Gelbe Tonne rauszustellen, die recht voll war, nun aber erst in vier Wochen wieder geleert wird. Also muss ein Teil von ihrem Inhalt nun mit in die Graue Tonne, mache ich ungern, aber anders geht es nicht.

Es ist halt nix, wenn "frau" das ganze Wochenende abgelenkt ist und sich nicht selber zu Hause um alles kümmert. *augenverdreh* ;-)

 

1.9.14 10:57


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