Rex - my love, mein Auslandshund
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"An Tagen wie diesen ...

... wünscht man sich 'nen Sandsack her."

So hätte meine persönlicher Songzeile gestern lauten können, manchmal ist aber auch alles wie verhext.

F. geht ja mit Rex morgens immer schon direkt nach dem Aufstehen raus, also um kurz nach vier.

Anfänglich gab Bubi dann Ruhe bis gegen zehn, so dass ich hier in Ruhe schreiben konnte, um erst danach mit ihm zu einem ausgiebigen Gang zu starten.

Schon seit einer Woche verändert sich das aber und ich muss immer früher mit ihm los, gestern war es bereits vor acht Uhr so weit, hieß also, alles unterbrechen, Haare richten, rein in die Klamotten, Hund ins Geschirr und Wasserpulle in die Tasche packen und Abmarsch.

Okay, dachte ich, ist vielleicht gar nicht so schlecht, wenn wir so früh dran sind, denn dann dürften uns die üblichen "Verdächtigen" ausnahmsweise mal nicht begegnen und die Runde wird entspannter als sonst, doch weit gefehlt, schon an der nächsten Ecke sah ich die Dalmatinerfamilie mit den Hunden aus dem Haus kommen. Wir verständigten uns, wie ich dachte, über Handzeichen, dass wir verschiedene Richtungen einschlagen würden, also zog ich mit Rex beruhigt weiter, um einige Hundert Meter auf die beiden großen Schäferhunde zu stoßen, die uns, nicht angeleint wie immer, entgegenkamen, diesmal mit einem Mann, in dieser Familie wechselt man sich ab, mal ist ein Mann mit den Tieren unterwegs, mal eine ältere und mal eine junge Frau.

Leider reagiert Rex auf den Wasserstrahl schon nicht mehr so gut wie am Anfang, deshalb setze ich ihn nur ein, wenn es sich wirklich gar nicht vermeiden lässt, und so machte ich kehrt, in der Annahme, dass "Dalmatiners" den Punkt, wo sich unsere Wege hätten schneiden müssen, längst passiert hätten.

Doch nun kamen sie mir von dort, wo wir hergekommen waren und nun wieder hin wollten, entgegen, also waren sie uns gefolgt und hatten sogar die Warteschleife mitgemacht, die ich einlegte, als uns ein Retreiver entgegenkam. 

Nach hinten konnte ich nicht wegen der beiden Schäferhunde, nach vorn ging nicht wegen Dalmatiners, zum Glück hatte ich aber noch eine dritte Option, die allerdings nicht lang genug war, denn Rex hatte sein Geschäft immer noch nicht erledigt.

Also beschloss ich am Ende von Weg Nr. 3, noch einmal zurückzukehren, denn nun müssten die anderen Hunde ja alle durch sein und wir hätten schön Ruhe, damit Bubi endlich würsteln könnte.

Doch - und nun hätte ich den Sandsack allmählich wirklich benötigt - kaum näherten wir uns dem See, wer kommt uns da entgegen?

Richtig, die Dalmatiners, auch sie hatten ihre Runde nicht durchgezogen, sondern auf halbem Weg kehrtgemacht.

Nun blieb mir nur noch die Richtung, aus der wir ursprünglich gekommen waren, wir schlugen sie ein und trafen am Ende wieder aufs "Buckelchen", eine Begegnung, die ich schon beim Start vermieden hatte.

"Buckelchen" soll nicht despektierlich klingen, aber da ich keinen Namen kenne, nenne ich diese Frau für mich so. Sie ist schon älter, sehr klein und hat einen extrem ausgeprägten Buckel, der dafür sorgt, dass der ganze Körper verzogen wirkt und das Laufen ihr deutliche Probleme macht. Nichtsdestotrotz hat sie drei kleine Hunde, mit denen sie nie sehr weit geht, dafür aber lange an einer Stelle verharrt.

Als wir losgingen, verharrte sie mit einem ihrer drei Hunde, so dass wir einen großen Bogen schlagen mussten, und nun bei unserer Rückkehr war sie wieder an der gleichen Stelle, diesmal aber mit allen Dreien. 

Irgendwann kamen wir dann doch wieder nach Hause und während ich die Tür öffnete, grübelte ich darüber nach, ob unser Haus wohl verwanzt sein könnte und ein Signal an alle Hundehalter ausgesendet wird: Die gehen jetzt los, also fertigmachen zur Konfrontation ...

Ist doch echt seltsam, egal zu welch ungewöhnlichen Zeiten wir losgehen, die anderen scheinen immer im gleichen Moment denselben Gedanken zu haben.

Wen wunderts, was dann abends passierte?

Mein Tag war extrem vollgepackt gewesen mit anstrengenden Aktivitäten, unter anderem hatte ich mich mehrere Stunden mit dem Schneiden unserer Monsterhecke vergnügt. 

Und da ich immer, wenn ich ohne Pausen so viel auf den Füßen bin und es so heiß ist, ein wenig mit Wasseransammlungen zu kämpfen habe, hatte ich am späten Nachmittag etwas zum Entwässern eingeworfen, mir die Haare gewaschen und turnte nun nass und groggy auf der Leiter herum, um die letzten Zipfel der Hecke zu entfernen, die ich von außen nicht hatte erwischen können. 

Alles kein Problem, dachte ich, denn von dort konnte ich ja immer mal eben runterhüpfen und in Richtung Klöchen sausen, wenn die Pille ihre Wirkung zeigte. 

Doch dann ... machte mir F. einen Strich durch die Rechnung, denn er kam und kam nicht. Meistens hören wir so gegen halb fünf das Auto, doch nun rührte sich nichts, es wurde viertel vor fünf, fünf Uhr, viertel nach und halb sechs und die Garage war immer noch leer, während Rex immer unruhiger wurde.

Zähneknirschend brach ich meine Arbeit ab, ging mir die Haare föhnen, dann die übliche Prozedur, umziehen, Hund anziehen, Wasserflasche einpacken, Schlüssel schnappen und kaum traten wir aus dem Haus - wer fährt da vor?

Richtig, F. ... 

Aber nun war es zu spät, denn jetzt waren wir einmal unterwegs.

Keine Frage, wer uns als Erstes über den Weg lief, oder?

Genau, ihr werdet es erraten haben, die Wanzen scheinen tatsächlich zu existieren denn Dalmatiners waren pünktlich mit uns losgezogen, und auch Ohne-Leine-Schäferhunds kamen uns wieder entgegen.

Zu allem Überfluss zierte sich Rex nun gewaltig zu kacken, obwohl er doch so gequengelt hatte, und neidisch sah ich zu, wie er hier ein Tröpfchen und dort eins verteilte, während meine eigene Blase so drückte, dass es fürs Markieren eines ganzen Waldes gereicht hätte.

Irgendwann war die Tortur dann aber beendet und wir konnten heimkehren, wo ich nur noch meine Tasche abwarf, um ins Bad zu stürmen.

Auf F. und überhaupt hatte ich so 'nen Brass, dass ich F. am liebsten als Sandsack missbraucht hätte, aber leider blieb mir nicht mal die Zeit, meine schlechte Laune ausgiebig zu pflegen, denn nun mussten vier sauschwere Rollen Schweißbahn aufs Budendach gewuchtet werden und außerdem musste mein Blumenkasten weg vom Schlafzimmerfenster, an dem die Geranien ca. einen Meter weit herunterhängen, weil diese sonst durch die Hitze beim Verlegen der Bahnen unweigerlich verdorren würden.

Mir blieb nichts anderes übrig, als diesen Kasten oben im Flur auf ein Tischchen zu stellen, und dann saß ich erst einmal eine halbe Stunde davor auf dem Boden und befreite ihm von allen vertrockneten Trieben, an die ich sonst ja gar nicht herankomme.

Das Ende vom Lied war, dass es in der Nacht oben vor Spinnen und anderem Getier wimmelte ... echt ein toller Tag, der dann aber doch noch mit einer schönen Überraschung endete, denn U. schickte mir ein Foto von ihrem neuen Mitbewohner.

Offenbar ist dort ein weiterer Hund eingezogen, schwarz und viel kleiner als Bailey, das ist alles was ich bisher weiß, aber ich werde schon noch rauskriegen, was da geschehen ist. :-) 

 

1.8.14 08:20


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