Rex - my love, mein Auslandshund
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Hundeflüsterer

Von verschiedenen Seiten bekam ich schon den Tipp, mir doch mal Sendungen von Cesar Millan anzuschauen. Wer ihn nicht kennt, das ist ein mexikanischer bzw. US-amerikanischer "Hundetrainer", der von vielen geliebt, von vielen aber auch sehr kritisch gesehen wird.

Bei Entertain sind die entsprechenden Sender nicht eingespeist, deswegen habe ich Millan noch nie im TV sehen können, aber immerhin schaute ich mir nun auf YouTube mal einige Ausschnitte an, noch nicht genug, um mir tatsächlich ein Bild machen zu können, aber eines kann ich schon mal sagen: Was ich bisher sah, gefiel mir nicht wirklich.

Da hat z.B. ein Hund Angst vor dem Klickgeräusch des Toasters. Ich selber würde in diesem Falle sicher versuchen, über positive Anreize zu arbeiten, also Toaster macht Geräusch, Hund bekommt Leckerli ... das braucht etwas Zeit, aber irgendwann wird das Tier kapiert haben: Dieses Klicken bedeutet für mich etwas Gutes.

Dieser Trainer dagegen geht hin, zwingt den Hund sich auf den Boden zu legen, baut sich und die Familie in bedrohlicher Größe um das Tier herum auf und hält ihm dann den Toaster unter die Nase. 

In einem anderen Film hat ein kleiner, so genannter Kampfhund die gleiche Angewohnheit wie Rex, nämlich andere Hunde anzubellen. Der Trainer schnappt sich ihn und hält seinen Hintern dem anderen, also dem angebellten Hund, hin, damit dieser daran schnüffeln soll, angeblich soll das Einfluss auf das Dominanzverhalten haben und keine Frage, wie sehr das den kleinen Kerl stresste, oder?

Erstens wäre so etwas mit Rex gar nicht möglich, weil man den ja nicht mal eben in die Hände nehmen kann, und zweitens hatte diese Szene für mich etwas sehr Entwürdigendes an sich, erinnerte mich irgendwie an eine Vergewaltigung.

Nein, das sind sicherlich keine Methoden, derer ich mich bedienen möchte, aber wie gesagt, habe ich noch nicht allzu viel gesehen. Werde mir bei Gelegenheit noch ein paar dieser Videos reinpfeifen und dann vielleicht noch mal darauf zurückkommen.

Ach so, noch eins dazu, den ersten Ausschnitt hatte ich mit Ton geschaut, wenn dort dann allerdings gebellt wird, dann macht mir das Rex unruhig, stresst ihn sogar, deswegen habe ich die Boxen dann ausgestellt und es war erstaunlich, wie sehr sich der Eindruck verändert, wenn die dramatische Musik und die "tollen Erklärungen" wegfallen, weil man sich automatisch mehr auf die Reaktionen der Hunde konzentriert, und dadurch verstärkte sich mein Eindruck, dass dort mit Stress und Angst gearbeitet wird, was ich ja ablehne.

Nun aber zu Rexi-Bubi, der nach wie vor tolle Fortschritte macht.

Beim Gassigehen probierte ich das Anstupsen, das hier neulich zur Sprache kam, einmal aus. Wir liefen, ich stupste, Rex merkte auf, sah mich an ... dann das Gleiche, als Hunde um die Ecke kamen ... und es war, wie ich es mir gedacht hatte, Rex bekam das gar nicht mit, so sehr war er auf seine Artgenossen fixiert. Er ist dann ja wie in einem Rausch und dann dringt nichts mehr wirklich zu ihm durch, es hilft nur, gar nicht groß darauf einzugehen und ihn einfach weiterzuziehen.

Was ich erreichen muss, ist, dass es gar nicht erst so weit kommt, und ich hoffe, dass das Leinentraining da helfen wird.

Gestern lief es wirklich prima, die Verwirrung, die er beim ersten Versuch gezeigt hatte, blieb aus, ihm war sofort klar, worum es ging, und er lief wunderbar bei Fuß und befolgte jeden Befehl prompt.

Auch beim Gassigehen setzten wir diese Übungen fort, was mir allerdings auffiel, war ein Fehler bei mir selbst, denn ich ertappte mich, dass ich, wenn ich beschlossen hatte, nun ist es Zeit fürs nächste Leckerli, einmal "Rex" rief, einmal "Komm" und dann auch mal "Hier". So darf man das natürlich nicht machen ... *koppschüttelübermichselbst*

Als mir das bewusst wurde, versuchte ich es mit einem einfachen "Ksss" und siehe da, darauf reagierte er hervorragend. 

Heißt also, von jetzt an werde ich meine verbale Kommunikation unterwegs etwas einschränken. Wenn Karnickel rumturnen und ich sehe, wie Bubi sich anspannt, gibts ein "Nein" bzw. "Mhmh" und wenn ich seine Aufmerksamkeit auf mich gerichtet haben möchte, ein "Ksss", feddisch.

Man sollte seinen Hund halt nicht totlabern ... ;-)

Er war den ganzen Tag wieder prächtig drauf, erst als F. nach Hause kam, gabs eine kurze wilde Jumptime, wenn auch nicht sofort zur Begrüßung, so wie das noch vor einigen Wochen an der Tagesordnung war.

Die Gartentür stand offen und einen kurzen Moment lang steigerte Bubi sich in einen Toberausch, raste zwischen Garten und Haus hin und her und sprang dabei F. jedes Mal heftig an, so lange, bis dieser mir zurief: "Nu dreh doch mal die Rätsche!"

Gut, ich tats, ganz kurz nur und nur eine Drehung, aber das wirkte sofort, Rex sauste nach draußen und kam gleich darauf völlig entspannt zurück.

Später dann das Fußballspiel Deutschland:Algerien ...

F. hatte sich beizeiten ins Bett verkrümelt, um vorzuschlafen. Als ich ihn dann um 22 Uhr weckte, war er so schön eingekuschelt, dass er gar keine Lust mehr hatte, aufzustehen, aber zur zweiten Halbzeit tauchte er dann doch noch auf und als habe er persönlich Einfluss darauf genommen, drehte sich das Spiel daraufhin und "wir" gewannen doch noch, wenn auch knapp und mit viel Mühe.

Es gab etliche spannende Momente, wir fieberten mit und das übertrug sich natürlich auf den Hund, der, zuvor die ganze Zeit friedlich neben mir vor dem Sofa liegend, nun zusehends unruhiger wurde, quasi auch mitfieberte.

Aber es ging ohne Jumptimes ab, er beschränkte sich darauf, sich abwechselnd von uns Streicheleinheiten abzuholen und dann wurde es richtig niedlich.

Ich war während des TV-Schauens wieder einmal damit beschäftigt, unterm Tisch mit meinem kleinen Heimtrainer zu radeln - ich sitze dabei ja auf dem Sofa, so dass meine Knie praktisch genau vor der Sitzkante ständig auf und ab gehen. Das wiederum fasziniert Rex immer wieder und wie schon so oft packte er mir dann seine Schnauze in die Kniekehle, so dass diese bei jeder Aufwärtsbewegung meines rechten Beines leicht gedrückt wurde.

Dann zog er sich um einige Zentimeter zurück, beobachtete aber weiter genau, was da vor sich ging, und auf einmal hob er die Pfote und machte mit ihr eine ähnliche Drehbewegung, wie er sie bei mir sah.

Nanu, dachte ich, will er jetzt auch radeln?

Hihi, und dann stand der Bursche auf, umrundete den Tisch und kroch von F.s Seite her darunter, so dass er genau vor meinem Radl lag. Zunächst begann er mir die nackten, radelnden Zehen zu lecken, dann legte er mir immer wieder eine seiner Pfoten auf den Fuß, so dass diese nun tatsächlich mitradelte. :-))

Nach der unvermeidlichen Verlängerung war dann das Spiel endlich irgendwann vorbei und wir konnten alle unsere Schlafplätze aufsuchen. 

Blöderweise wurde es nun aber auf der Straße laut, es setzte schlagartig viel Verkehr ein und einige Deppen fingen sogar an, Feuerwerkskörper abzuschießen.

Bubi sah sich zweimal gezwungen zu bellen, ich ging hinunter, sprach ihn von seiner Verantwortung frei und dann herrschte Ruhe im Haus nach einem wirklich angenehmen und erfolgreichen Tag. 

1.7.14 08:50


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