Rex - my love, mein Auslandshund
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Wenn tatsächlich Liebeskummer ...

... dann kann Rex den jedenfalls sehr gut überspielen, sobald Bailey in der Nähe ist.

Gestern drehten wir endlich einmal wieder zu viert unsere Runde und beide Hunde schienen das ausgesprochen zu genießen, liefen weite Strecken Seite an Seite, oft mit Körperkontakt, und mitunter blieben sie einfach wie auf ein geheimes Kommando stehen und knutschten ganz ungeniert, leckten sich gegenseitig zärtlich die Nasen und Schnauzen.

Die Bergziege in Rex ließ sich allerdings auch dadurch nicht unterdrücken; als wir zu dem Wall an der großen Freifläche neben dem Gewerbegebiet kamen, machte es einen Ruck und schon stand mein Klettermaxe oben, direkt gefolgt von Bailey, die nun auch schauen wollte, was es da Tolles zu sehen gibt.

Diesen Sprung macht Rex jedes Mal, wenn wir dort ankommen, allerdings weiß er normalerweise, dass oben Schluss ist mit Freiheit, weil er ja an der Leine hängt. Gestern dachte er vor lauter Angeberei nicht mehr daran, versuchte einfach weiterzustürmen und wurde natürlich durch die Leine ruckartig ausgebremst. Das erboste ihn so, dass er spontan die Leine durchbeißen wollte.

U. und ich sahen es gleichzeitig, ein scharfes Nein von mir und schon war das Thema erledigt.

Im weiteren Verlauf hatte U. viel Spaß, weil Rex bei jedem Karnickel Känguru spielte und tatsächlich aufrecht durch die Gegend tänzelte, was auch wirklich niedlich aussieht, aber natürlich trotzdem nicht vorkommen sollte.

Und leider trafen wir auch mehrmals auf andere Hunde, das Theater legt sich immer noch nicht. Er gebärdet sich wie wild und diese Wildheit bringt mich nun wieder einmal ins Grübeln.

Zwei Bekannte von mir möchten gern einmal herkommen, Rex kennen lernen, mit uns Gassi gehen und natürlich würde ich gern hinterher Kaffee und Kuchen auftischen.

Nur - kann ich das wagen? 

An einen entspannten Spaziergang mit nettem Plausch ist ja nicht wirklich zu denken. Mit U. ist das kein Problem, sie muss sich selbst auch um Bailey kümmern und wenn wir natürlich auch reden unterwegs, so stehen doch die beiden Hunde im Mittelpunkt, wir sind oft etliche Meter voneinander getrennt, schreien uns dann halt etwas lauter an und U. ist immer darauf gefasst, dass Rex ihr plötzlich vor die Füße rennen oder sie anzuspringen versuchen könnte.

Unterwegs wird sich das sicherlich trotzdem hinkriegen lassen, aber wie wirds hinterher beim Kaffeetrinken?

Bis jetzt habe ich mich noch nicht getraut, jemanden außer U. ins Haus zu lassen. Ich bräuchte dringend einen Monteur für meine Dunstabzugshaube, aber daran ist kein Denken mit Rex, und diese Bekannten nun sind Katzenleute und ich weiß gar nicht, ob sie überhaupt Hundeerfahrung haben.

Wenn jemand mal den Pudel von Tante Martha gestreichelt hat, dann reicht das schlicht nicht aus, um ihn mit Rex zu konfrontieren. Er wird, vor allem wenn wir uns zum Essen an den Tisch setzen, sofort mit Jumptimes beginnen und wenn dann jemand unsicher reagiert oder gar Angst zeigt (was ich niemandem verdenken könnte), dann dürfte es vollends aus sein, weil Rex das gnadenlos ausnutzen wird und ... seufz, in Gedanken sehe ich schon Tassen und Teller durch die Gegend fliegen.

Für dieses lange Wochenende hat sich das mit dem Besuch sowieso erledigt, weil F. sich nun endlich die Gartensicherung vorgenommen hat und dabei meine Hilfe braucht, so dass das Gassigehen auf das Nötigste beschränkt sein wird. Irgendwann in nächster Zeit werden wir das nachholen und ich sehe dem mit einem leichten Grummeln im Bauch entgegen, aber ... wir können uns ja nicht auf Dauer im Haus isolieren, es reicht schon, dass sich von meiner Familie keiner mehr hier blicken lassen wird, denn die haben alle keine Beziehung zu Hunden und teilweise auch Angst. Sogar vor der liebevollen und zärtlichen Püppi hatte meine Mutter gehörigen Respekt, traute ihr nicht übern Weg.

In diesem Falle kann ich von Glück reden, dass sie inzwischen so weit weg von uns wohnt, denn mit Rex dürfte ich sie niemals zusammenbringen, genauso wenig wie die Familie meines Bruders, die ebenfalls eher als hundephob zu bezeichnen ist. 

Nun ja, man wird sehen ...

Der Rest des gestrigen Tages verlief sehr viel besser als vorgestern. Rex war weitgehend friedlich, hatte allerdings starke Blähungen.

F. hatte sich zum ersten Mal seit fast sechs Wochen entschlossen, oben im Bett statt unten auf dem Sofa zu nächtigen, ging schon mal vor und so saß ich denn alleine noch einige Stunden im Wohnzimmer, umflattert von Rex' Fürzen, die ... hm, um es mal nett auszudrücken ... seeehr würzig waren.

Bevor ich dann auch hochging, präparierte ich das Sofa so, dass ich sehen würde, ob er es geentert hatte, und dann wurde es spannend. Würde er es akzeptieren, allein unten zu schlafen?

Zunächst sah es so aus, allerdings nur eine Viertelstunde lang, dann fing er an zu bellen. Ich stand auf, ging nach unten, schaute mir wie immer die Haustür an, sagte ihm, dass er das prima gemacht habe: Gefahr erkannt, Vrouwtje übernimmt nun alles Weitere ...

Kaum lag ich wieder im Bett, ging es erneut los, aber diesmal blieb ich liegen und rief nur runter: "Es ist alles in Ordnung, geh Decke ..."

So richtig prickelnd schien er das nicht zu finden, denn er hörte zwar langsam auf mit Bellen, klang aber im Grunde wie der Duracell-Hase, dem langsam der Saft ausgeht, d.h. vom Grrrwauuuwauuu veränderte sich sein Tonfall allmählich hin zum Wuffwauwuff, bis nach einigen Minuten nur noch ab und zu ein leises Wuff kam, das dann schließlich nach und nach ganz einschlief.

Wirklich etwas angestellt hat er während dieser seiner ersten Nacht ohne Gesellschaft nicht, aber die Wolldecke auf dem Sofa war nicht mehr gespannt, sondern plattgedrückt, also gehe ich davon aus, dass er es sich trotz aller Verbote dort gemütlich gemacht hatte. 

Und nun liegt er entspannt neben mir auf seiner Decke und nebelt mich schon wieder ein.

Wenn ich den erwische, der ihm immer so'n komisches Zeugs zu fressen gibt ... :-)

 

1.5.14 09:10


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